Filmtipp

Alice’s Restaurant (1969)

Kurzbesprechung: An der Seite des damals Anfang zwanzigjährigen Folk-Musikers Arlo Guthrie, der sich hier selbst spielt, erkundet der Film nonkonformistische Lebensentwürfe der Hippiekultur, die zwischen narzisstischem Hedonismus und sympathischer Autoritätsskepsis changiert: die solidarische Kommunengemeinschaft, die tödliche Überdosis, die unkonventionelle Kreativität oder die ständige Sorge, in den Vietnamkrieg einberufen zu werden. Stärkste Sequenz des Films ist die winterlich-melancholische Beerdigung des Junkies Shelly zu Joni MitchellsSongs to Aging Children Come“, die wie ein vierminütiger Epilog auf die Hippiebewegung wirkt.
Szene aus ‚Alice’s Restaurant (1969)‘, Copyright: Florin Prod. Szene aus ‚Alice’s Restaurant (1969)‘, Copyright: Florin Prod. Szene aus ‚Alice’s Restaurant (1969)‘, Copyright: Florin Prod.