Filmtipp

Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)

Kurzbesprechung: Dass sich reaktionäre Lebensmodelle und Verhaltensmuster auch im dezidiert liberalen Milieu reproduzieren können, zeigt dieser Film in tragikomischer Weise: John Prentices Lebenslauf verheißt den idealen Schwiegersohn für jemanden wie Matt Drayton, einen wohlhabenden Honoratioren San Franciscos. Als der politisch fortschrittliche Weiße mit den Heiratsabsichten seiner Tochter, die sich im Hawaii-Urlaub in einen schwarzen Arzt verliebt hat, konfrontiert wird, stellt er sich gegen die Ehepläne. Die Eltern des künftigen Brautpaares finden sich zur Krisensitzung ein – eine superb besetzte Lektion der Moral während der Kämpfe der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA, als dort „Mischehen“ noch in einem Drittel aller Bundesstaaten verboten waren.
Szene aus ‚Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)‘, Copyright: Columbia Szene aus ‚Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)‘, Copyright: Columbia Szene aus ‚Rat mal, wer zum Essen kommt (1967)‘, Copyright: Columbia