Filmtipp

The Traveling Executioner (1970)

Kurzbesprechung: Die Südstaaten im Jahr 1918: Während sich in Europa die Nationen abschlachten, klappert Ex-Con Jonas Candide in einem Lkw die Gefängnisse von Louisiana ab, in deren Auftrag er mit seinem mobilen elektrischen Stuhl die grausamen Hinrichtungen vollstreckt – für 100 Dollar pro Kopf. Die Todgeweihten entspannt er mit einfühlsamen Erzählungen von den „fields of Ambrosia“. Dann trifft er auf seine erste Todeskandidatin – und macht mit ihr einen Deal. Die Story ist streckenweise hanebüchen, aber Stacy Keach spielt als sympathischer Henker, der wie mit einem Jahrmarktswagen durch das Land tingelt, eine seiner besten Rollen; Jerry Goldsmith steuert einen atmosphärischen Score aus Mundharmonika und Akustikgitarren bei; und das detailverliebte Setting macht das skurrile Nebeneinander von Moderne und Rückständigkeit jener Zeit im Süden der USA spürbar.
Szene aus ‚The Traveling Executioner (1970)‘, Copyright: Turner Entertainment Szene aus ‚The Traveling Executioner (1970)‘, Copyright: Turner Entertainment Szene aus ‚The Traveling Executioner (1970)‘, Copyright: Turner Entertainment