Filmtipp

Up the Junction (1968)

Kurzbesprechung: Polly, ein posh girl aus Chelsea, sucht in der Abkehr von ihrem reichen Herkunftsmilieu, das sie als bigott und beengend erlebt, Glück und Zufriedenheit im verlslumten Londoner Arbeiterviertel Battersea; so, wie der aus einfachen Verhältnissen stammende Pete – umgekehrt – sich nach Geld, Komfort und Privilegien der upperclass sehnt. Die generationenübergreifende Gemeinschaft der Arbeiterinnen in der Fabrikhalle, die illegale Abtreibung auf dem Dachboden einer Krämerin oder die abendlichen Alltagsfluchten in das proletarische Nachtleben: Peter Collinsons Verfilmung eines erfolgreichen BBC-Fernsehstücks von Ken Loach blickt in den Alltag junger Menschen am Ende der oft zitierten Swinging Sixties und behandelt damals delikate Themen, versprüht aber in der Tat den Charme jener Zeit, in der sich das Normengefüge der britischen Gesellschaft infolge des Verhaltens der jungen Generationen längst gewandelt hatte.
Szene aus ‚Up the Junction (1968)‘, Copyright: Paramount Pictures Szene aus ‚Up the Junction (1968)‘, Copyright: Paramount Pictures Szene aus ‚Up the Junction (1968)‘, Copyright: Paramount Pictures