Ms .45 (1981)
Filmtipp
Sehenswert: Brachiale Vigilante-Feminismus-Fantasie
Kurzbesprechung:
Als Porträtist überlebensgroßer Eruptionen gestörter Individuen inszeniert der Bronx-Sprössling Abel Ferrara mit „Ms. 45“ einen radikalen Vigilante-Feminismus im schmutzig-bedrohlichen New York der frühen Achtziger.
In einer entgrenzten Steigerung von Charles Bronsons Selbstjustizler im seinerzeit berüchtigten „Death Wish“ (1974) zieht Zoë Lunds stumme Näherin eine verhängnisvolle Konsequenz aus der traumatisch widerfahrenen Gewalt – mit grotesk-genialem Slow-Motion-Showdown à la Peckinpah. Neben Lunds abgründiger Metamorphose vom Mauerblümchen zum Racheengel beeindruckt an „Ms .45“, wie Ferrara und seine Crew den Low-Budget-Film stellenweise als große Studio-Produktion aussehen lassen.