Filmtipp

Liebende Frauen (1969)

Kurzbesprechung: Eine Romanverfilmung, die unterschiedliche Formen und Intensitäten romantischer Liebe und sexueller Anziehungskraft im England der Zwanziger Jahre auslotet – mit reichlich skurrilen Szenen. Glenda Jackspon (hierfür „Oscar“-prämiert) und Jennie Linden spielen zwei Schwestern, die in einer englischen Bergarbeiterstadt zwei Beziehungen beginnen: zu Rupert, einem Philosophie-affinen Schulinspektor, und Gerald, dem Spross einer reichen upperclass-Familie. Der Film blickt gelegentlich durch die verregneten Gassen der tristen Arbeiterquartiere und zeigt, quasi als Kontrastfolie, das bohemehafte Modebewusstsein und die hedonistische Experimentierfreudigkeit junger Erwachsener in den Zwanzigern. Eine der ersten Aufnahmen männlicher Geschlechtsteile in einem Publikumsfilm – die Nacktwrestling-Szene zwischen Oliver Reed und Alan Bates – machte das Werk seinerzeit zu einem Skandalstreifen.
Szene aus ‚Liebende Frauen (1969)‘, Copyright: MGM, Brandywine Prod. Szene aus ‚Liebende Frauen (1969)‘, Copyright: MGM, Brandywine Prod. Szene aus ‚Liebende Frauen (1969)‘, Copyright: MGM, Brandywine Prod.