Filmtipp

Das Mädchen und der Mörder – Die Ermordung Trotzkis (1972)

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung: Nach seiner Verbannung harrt der Architekt der Oktoberrevolution und bolschewistische Ideologe, Leo Trotzki, in seinem mexikanischen Exil der Dinge, verbarrikadiert in einer kleinen Festung, in der er unter der heißen Sonne unbeirrt seine politischen Postulate diktiert. Aber Stalins Häscher sind schon unterwegs, um den unangenehmen Sowjet-Kritiker zu ermorden. Richard Burton sieht manchmal tatsächlich aus wie der alte Trotzki, kurz vor seinem Tod im Sommer 1940, und spielt eine irre gute Schluss-Szene. Alain Delon, der heimliche Attentäter, der sich in Trotzkis Entourage einschleicht, wechselt zwischen enragierten Gefühlsausbrüchen und der eiskalten Unnahbarkeit seiner Melville-Figuren. Der Film fängt die leicht surreale Aura dieses Exil-Gefängnisses ein und gehört zu jenen, in denen Romy Schneider die Filmpartnerin ihres einst echten Partners Delon spielt.
Szene aus ‚Das Mädchen und der Mörder – Die Ermordung Trotzkis (1972)‘, Copyright: Josef Shaftel Prod. Szene aus ‚Das Mädchen und der Mörder – Die Ermordung Trotzkis (1972)‘, Copyright: Josef Shaftel Prod. Szene aus ‚Das Mädchen und der Mörder – Die Ermordung Trotzkis (1972)‘, Copyright: Josef Shaftel Prod.