Filmtipp

Eyes of Laura Mars (1978)

Kurzbesprechung: Weil seine damalige Partnerin Barbra Streisand, für die er den Film eigentlich drehen wollte, absagte, engagierte der Produzent Jon Peters eine andere große Siebziger-Aktrice: Faye Dunaway, die gerade einen „Oscar“ für ihre Performance in Network“ (1976) (Review auf Filmkuratorium.de lesen) gewonnen hatte. Dunaway ist die titelgebende New Yorker Modefotografin Laura Mars, die in ihren radikalen Bildern die Gewaltperversion der Gegenwartsgesellschaft manifestieren will. Urplötzlich sieht sie, wie durch ihre Kamera, aus der Distanz die Morde eines Serienkillers – aus dessen Perspektive, in der er sukzessive Menschen aus dem sozialen Umfeld von Mars meuchelt. Tommy Lee Jones, noch mit zarten Gesichtszügen, spielt einen Detective des NYPD, der beim Verhöhr mit den Models flirtet und sich während der Fahndung in Mars verliebt. Die nüchterne, meist triste Szenerie zeigt das verdreckte, schäbige, alte New York mit seinen glitschigen Nebenstraßen und den maroden Treppenhäusern anonymer Mietskasernen. Das Skript stammt, zumindest in seiner Urfassung, von dem vielseitig begabten John Carpenter, der da kurz vor der Veröffentlichung von „Halloween“ (1978) stand und in den folgenden Jahren zu einem der besten und bekanntesten Horrorfilm-Schöpfer avancierte.
Szene aus ‚Eyes of Laura Mars (1978)‘, Copyright: Columbia Pictures Szene aus ‚Eyes of Laura Mars (1978)‘, Copyright: Columbia Pictures Szene aus ‚Eyes of Laura Mars (1978)‘, Copyright: Columbia Pictures