Filmtipp

Liberty Heights (1999)

Kurzbesprechung: Mit diesem Film komplettierte Barry Levinson seine semi-autobiografische Baltimore-Anthologie; er ist eine ungemein sympathische Exkursion in die 1950er Jahre und das Coming-of-Age einer Handvoll jüdischer Jungs, die nach ihrer Kindheit erstmals mit rassistischen Stereotypen konfrontiert werden, verträumt der ersten Liebe hinterherlaufen und nur langsam mit dem Ernst des Lebens in Berührung kommen. Mit viel Feingefühl und sentimentaler Freude leuchten Levinson und sein Kameramann Chris Doyle die materialistische Ästhetik der Zeit aus – vor allem ein Reigen chromverzierter Karossen, bei dem die Kühlerfiguren eine magische Aura umgibt und Marken wie Buick, Plymouth oder Cadillac die Symbole einer überheblichen Konsumkultur, aber auch fantastischer Kindheitserinnerungen sind.
Szene aus ‚Liberty Heights (1999)‘, Copyright: Warner Bros. Szene aus ‚Liberty Heights (1999)‘, Copyright: Warner Bros. Szene aus ‚Liberty Heights (1999)‘, Copyright: Warner Bros.