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Shortcuts: Prägnante Film-Reviews in wenigen Sätzen.

Belle de Jour (1967)

Cover ‚Belle de Jour (1967)‘, Bildquelle: Studiocanal
Geld hat sie genug, ihr Doppelleben als Pariser Prostituierte führt Séverine Serizy (Catherine Deneuve) aus anderen Gründen: Im diskreten Appartement-Bordell von Madame Anais kann sie unter dem Pseudonym „Belle de Jour“ ihre erotischen Tagträume ausleben – Serizys Kunden sind Repräsentanten des Adels und des Bürgertums, voller perverser Sex-Fantasien. Ihr Mann, ein erfolgreicher Arzt, ahnt von ihrer Ambivalenz nichts – ein zudringlicher Kunde bedroht schließlich Serizys geheimes Psycho-Refugium.
Genre: Drama
Länge: 100 Min.
Regie: Luis Buñuel
Cast: u.a. Catherine Deneuve, Geneviève Page, Jean Sorel, Pierre Clémenti, Michel Piccoli, Françoise Fabian, Macha Méril, Maria Latour, Muni, Francisco Rabal, Georges Marchal, Francis Blanche, Marcel Charvey, Iska Khan
alt. Titel: Belle de Jour – ,Schöne des Tages
Bildquelle: Belle de Jour (1967), Studiocanal
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Two-Lane Blacktop (1971)

Cover ‚Two-Lane Blacktop (1971)‘, Bildquelle: Eureka
Keine Filmmusik, keine professionelle Garderobe, kein Spannungsbogen, ja die Charaktere tragen nicht einmal Namen und in den ersten vier Minuten sprechen nur die Motoren: Monte Hellmans Roadmovie ist extremes New Hollywood-Kino, ein seltenes Kinogut, das Universal-Boss Lew Wasserman seinerzeit in der Versenkung verschwinden ließ und das erst vor Kurzem digitalisiert wurde. Ein eigenwilliger Ausflug in die Straßenrennszene, in dem The Driver (singer songwriter James Taylor) und sein Mechanic (Beach-Boys-Drummer Dennis Wilson) gegen „G.T.O.“ (Warren Oates) ein Wettrennen quer durch die USA planen, begleitet von The Girl (Laurie Bird). Der Film führt atmosphärisch gekonnt mitten durch das US-amerikanische Heartland, exploriert die Gier nach Geschwindigkeit und konfrontiert die Leidenschaft der selbstgetunten Hot Rods mit den muscle cars als Ausgeburten der seelenlosen Massenfabrikation aus der „Motor City“ Detroit.
Genre: Roadmovie
Länge: 103 Min.
Regie: Monte Hellman
Cast: u.a. James Taylor, Dennis Wilson, Laurie Bird, Warren Oates, Harry Dean Stanton, Rudy Wurlitzer, Jaclyn Hellman, Katherine Squire
alt. Titel: Asphaltrennen
Bildquelle: Two-Lane Blacktop (1971), Eureka
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Endstation Sehnsucht (1951)

Cover ‚Endstation Sehnsucht (1951)‘, Bildquelle: Warner Bros.
Einer der Hollywood-Klassiker, seinerzeit mit „Oscar“-Nominierungen überhäuft und die Leinwandadaption eines Broadway-Hits. Die verlebte Blanche DuBois zieht bei ihrer Schwester Stella und deren Mann Stanley Kowalski in New Orleans ein; durch die enge Zwangs-WG fegen immer wieder heftigte Konflikte, während Blanche mit zunehmendem Realitätsverlust an der Schwelle zum Irrsinn steht. Manchmal wie ein Theaterstück, manchmal wie ein Actors-Club-Seminar – hier konkurrieren zwei Schauspielstile miteinander: Brandos impulsive Improvisation – Inspiration für nachfolgende Generationen –; und Leighs theatralisches Overacting im Geiste der 1930er- und 1940er-Jahre-Dramen. Während sie sich in majestätische Posen der umworbenen Südstaatenschönheit wirft, geht er lapidar im Unterhemd mit herunterhängenden Hosenträgern an ihr vorbei.
Genre: Drama
Länge: 125 Min.
Regie: Elia Kazan
Cast: u.a. Vivien Leigh, Marlon Brando, Kim Hunter, Karl Malden, Peg Hillias, Rudy Bond, Nick Dennis, Richard Garrick, Ann Dere
alt. Titel: A Streetcar Named Desire
Bildquelle: Endstation Sehnsucht (1951), Warner Bros.
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The Outsiders (1983)

Cover ‚The Outsiders (1983)‘, Bildquelle: Studiocanal
Die „Greasers“ sind eine Gang aus halbstarken underclass-Jugendlichen, die in Tulsa Mitte der 1960er Jahre mit Fäusten und Messern ihr Revier gegen die hochnäsigen „Socs“ aus der upper-class verteidigen. Coppolas Film ist eine Adaption eines in den 1970er Jahren ungemein erfolgreichen Jugendromans, der seither den Weg in den Unterricht zahlloser Schulkassen gefunden hat. Der Cast liest sich wie eine formidable Talentschau und die Story erzählt von verschworenen Gemeinschaften als verlässlichen Ersatzfamilien im sozialen Überlebenskampf.
Genre: Drama
Länge: 115 Min.
Regie: Francis Ford Coppola
Cast: u.a. C. Thomas Howell, Ralph Macchio, Matt Dillon, Rob Lowe, Emilio Estevez, Diane Lane, Patrick Swayze, Tom Cruise, Leif Garrett, Michelle Meyrink, Glenn Withrow, Tom Waits, William Smith, Sofia Coppola
alt. Titel: Die Outisder – Rebellen ohne Grund
Bildquelle: The Outsiders (1983), Studiocanal
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Pat Garrett jagt Billy the Kid (1973)

Cover ‚Pat Garrett jagt Billy the Kid (1973)‘, Bildquelle: Turner Entertainment
New Mexico, spätes 19. Jahrhundert, als das Gesetz „a funny thing“ war: Einst selbst Gangster, jagt Pat Garrett als frischgebackener Sheriff den gesuchten Gunslinger Billy the Kid – einen alten Freund, ihm fast ein Sohn. Schmutzige Western-Visagen, Kaltblütigkeit Waffengebrauch, Tod in Zeitlupe: Ungeschönt zeigt Sam Peckinpah Sex, Gewalt und Hinterlist; auch, wie korrupte Eliten bestimmen, auf welcher Seite des Gesetzes jemand steht. Und für die ergreifendste Szene schrieb Bob Dylan seinen Welthit „Knockin’ On Heaven’s Door“.
Genre: Western-Drama
Länge: 122 Min.
Regie: Sam Peckinpah
Cast: u.a. James Coburn, Kris Kristofferson, Bob Dylan, Katy Jurado, Slim Pickens, John Beck, Richard Jaeckel, Harry Dean Stanton, Rita Coolidge, Jason Robards, Jack Elam, Gene Evans, R. G. Armstrong, Charles Martin Smith, Rutanya Alda, Barry Sullivan, Matt Clark, Chill Wills, Emilio Fernández, L. Q. Jones, Donnie Fritts
alt. Titel: Pat Garrett & Billy the Kid
Bildquelle: Pat Garrett jagt Billy the Kid (1973), Turner Entertainment
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Top Secret! (1984)

Cover ‚Top Secret! (1984)‘, Bildquelle: Universal
Die Meister des subtilen Primitivhumors, die auch die Schöpfer der „Nackten Kanone“ sind, lassen hier ein Gag-Feuerwerk explodieren, während Val Kilmer mit Travolta-Akuratesse ein filigranes Tanzbein schwingt. Die Handlung ist dabei fast egal, aber es geht um einen amerikanischen Rockstar, der in Ostdeutschland auftreten soll, dabei aber in den Untergrundkampf einer „Résistance“ verwickelt wird. Omar Sharif und Peter Cushing haben zwei großartig skurrile Kurzauftritte in dieser Komödie, die unter ihrer albernen Oberfläche eine detailverliebte Hommage an alte Agenten- und Spionagefilme ist.
Genre: Komödie
Länge: 86 Min.
Regie: Jim Abrahams, David Zucker, Jerry Zucker
Cast: u.a. Val Kilmer, Lucy Guttridge, Jeremy Kemp, Jim Carter, Eddie Tagoe, Harry Ditson, Omar Sharif, Christopher Villiers, Michael Gough, Warren Clarke, Peter Cushing
alt. Titel: Top Secret
Bildquelle: Top Secret! (1984), Universal
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Bad Timing (1980)

Cover ‚Bad Timing (1980)‘, Bildquelle: Koch Media
Eine Frau kommt in die Notaufnahme, voller Tabletten, halbtot. Die Polizei verhört den Mann, der den Krankenwagen gerufen hat. Der Film, der von einer leidenschaftlichen, aber zerstörerischen Liebe zweier Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen vom Glück erzählt, spielt im „alten“ Wien, auf dem noch die Patina des Eisernen Vorhangs liegt. Gezeigt werden Theresa Russell als laszive Hedonistin Milena Flaherty, Art Garfunkel als narzisstischer Akademiker Dr. Alex Linden und Harvey Keitel als schmieriger, aber alles durchschauender Kriminalkommissar Netusil; und – typisch für Nicolas Roeg – sarkastische Schnitte und sexualisierte Kulissen in Gestalt phallischer Gegenstände.
Genre: Drama
Länge: 123 Min.
Regie: Nicolas Roeg
Cast: u.a. Theresa Russell, Art Garfunkel, Harvey Keitel, Denholm Elliott, Eugene Lipinski, Ania Marson
Bildquelle: Bad Timing (1980), Koch Media
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Mayerling (1968)

Cover ‚Mayerling (1968)‘, Bildquelle: Winkler Film, Sony Pictures
Die Bürde des Privilegs, das Statusleiden: Seit eh und je sind sie die Begleitscherscheinungen aristokratischen Daseins – aber selten extremer als am Wiener Hof, im Schloss Schönbrunn. Dort vertreibt sich Erzherzog Rudolf seine Zeit mit reichlich Alkohol und Konkubinen, beschattet von den Spionen seines Vaters, des Kaisers Franz Joseph I. Als sich der depressive Thronfolger zum ersten Mal in seinem Leben wahrhaftig verliebt, verbietet sein Vater die Verbindung. „Mayerling“ transportiert die tragische Ambivalenz der majestätischen Pracht in ebenso prachtvollen Bildern.
Genre: Historien-Drama
Länge: 133 Min.
Regie: Terence Young
Cast: u.a. Omar Sharif, Catherine Deneuve, Ava Gardner, James Mason, Geneviève Page, Fabienne Dali, James Robertson Justice, Ivan Desny, Andréa Parisy, Roger Pigaut, Bernard La Jarrige, Mony Dalmès, Moustache
Bildquelle: Mayerling (1968), Winkler Film, Sony Pictures
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The Hired Hand (1971)

Cover ‚The Hired Hand (1971)‘, Bildquelle: Koch Media
Weil die großen Studios damals in ihrer kommerziellen Verzweiflung den Regisseuren für kurze Zeit außergewöhnliche Freiheiten gewährten, kam Peter Fonda in seinem Regiedebüt mit einem final cut davon, der so davor oder danach wohl niemals abgesegnet worden wäre. In Fondas Western wird kaum geredet, ab und an geschossen, viel geritten und geschwiegen. Brüchige Familienbande, Freundschaft in der Einsamkeit und verrohte Rache sind die Western-Motive dieses schwermütigen, ruhigen Werkes, das die unromantische Realität des alten Westens zeigen will und dessen unkonventioneller Showdown sehenswert ist. Nach einer Woche kam Fondas Werk wieder aus den Kinos, lange Zeit verkannt und vergessen. Aber der stimmungsvolle Score von Bruce Langhorne, die atmosphärische Kameraführung von Vilmos Zsigmond und der experimentelle Schnitt von Frank Mazzola verleihen diesem New Hollywood-Western zeitlose Akzente.
Genre: Western-Drama
Länge: 87 Min.
Regie: Peter Fonda
Cast: u.a. Peter Fonda, Warren Oates, Verna Bloom, Severn Darden, Megan Denver, Robert Pratt, Rita Rogers, Ann Doran, Ted Markland, Owen Orr
alt. Titel: Der weite Ritt
Bildquelle: The Hired Hand (1971), Koch Media
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Kiss Me Deadly (1955)

Cover ‚Kiss Me Deadly (1955)‘, Bildquelle: MGM
Brillianter Noir-Thriller, in dem der gerissene tough guy Mike Hammer, ein Privatdetektiv, in einen mörderischen Verbrechenskomplex verstrickt wird, dessen Zweck bis zum Schluss verborgen bleibt. Robert Aldrich inszeniert den Kampf gegen finstere Mächte in heftigem Kontrast zum sonnigen Kalifornien, in dem der Film spielt.
Genre: Thriller
Länge: 102 Min.
Regie: Robert Aldrich
Cast: u.a. Ralph Meeker, Maxine Cooper, Nick Dennis, Wesley Addy, Paul Stewart, Cloris Leachman, Albert Dekker, Strother Martin
alt. Titel: Rattennest
Bildquelle: Kiss Me Deadly (1955), MGM
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Bad Lieutenant (1992)

Cover ‚Bad Lieutenant (1992)‘, Bildquelle: Studiocanal
Er ist korrupt, drogenabhängig und spielsüchtig – und ein Cop. Der NYPD-Lieutenant, katholischer Familienvater, wird von seinen Dämonen in den Angrund gerissen, als er sich mit Baseball-Wetten verzettelt. Harvey Keitel, gebürtiger New Yorker, spielt diese moralisch marode Figur mit ihren verhängnisvollen Crack-Pfeifen und Wetteinsätzen unfassbar gut.
Genre: Drama
Länge: 96 Min.
Regie: Abel Ferrara
Cast: u.a. Harvey Keitel, Victor Argo, Frankie Thorn, Zoë Lund, Paul Calderon, Leonard L. Thomas, Bo Dietl, Peggy Gormley, Vincent Laresca, Anthony Ruggiero, Paul Hipp
Bildquelle: Bad Lieutenant (1992), Studiocanal
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Junior Bonner (1972)

Cover ‚Junior Bonner (1972)‘, Bildquelle: Fremantle
Prescott, Arizona: Steve McQueen kehrt als lädierter Ex-Champion zum Rodeo in seine Heimatstadt zurück, damit auch mitten hinein in alte Familienkonflikte. „Junior Bonner“ ist eine detailverliebte Milieuinspektion, die auf die eigentümliche Infrastruktur des Rodeos mitsamt dessen Subkultur blickt – auf den sportlichen Ausdruck der Härte des Westens: archaische Männlichkeitsrituale, Stiere wie Bestien und der unbekümmerte Voyeurismus des Publikums.
Genre: Drama
Länge: 96 Min.
Regie: Sam Peckinpah
Cast: u.a. Steve McQueen, Robert Preston, Ida Lupino, Joe Don Baker, Mary Murphy, Ben Johnson, Sandra Deel, Bill McKinney, Barbara Leigh, Dub Taylor, Don Barry
Bildquelle: Junior Bonner (1972), Fremantle
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The Killing of a Chinese Bookie (1976)

Cover ‚The Killing of a Chinese Bookie (1976)‘, Bildquelle: BFI
Cosmo Vittelli ist der Impresario des „Crazy Horse West“, seines eigenen Nachtclubs mit skurriler Stripshow. Als er mit seinen Showgirls durch die Nacht zieht, verzockt er am Pokertisch eine fünfstellige Summe – eine hedonistische Fahrlässigkeit, die ihn zur Marionette der Mafia macht. Für die Gangster soll er einen chinesischen Westküsten-Buchmacher ermorden: einen vermeintlichen Kleinganoven, der sich als schwer bewachter Unterwelt-Player entpuppt. Der Film ist, Cassavetes-typisch, im originellen Independent-Stil gedreht.
Genre: Drama
Länge: 109/134 Min.
Regie: John Cassavetes
Cast: u.a. Ben Gazzara, Azizi Johari, Meade Roberts, Virginia Carrington, Alice Friedland, Donna Gordon, Morgan Woodward, Robert Phillips, Seymour Cassel, Timothy Carey, Soto Joe Hugh, Al Ruban, Val Avery, John Finnegan
Bildquelle: The Killing of a Chinese Bookie (1976), BFI
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Rollercoaster (1977)

Cover ‚Rollercoaster (1977)‘, Bildquelle: Universal
Ein skrupelloser Erpresser verwandelt mit Sprengladungen gigantische Achterbahnen, den Stolz der amerikanischen Freizeitparks, zu Todesfallen. Ein Sicherheitsinspektor und ein FBI-Einsatzleiter versuchen den gefährlichen Mann zu stoppen. Der Film zeigt wilde Kamerafahrten auf den Rollercoaster-Strecken und inszeniert mit originellen Perspektiven das Duell beider Seiten.
Genre: Drama
Länge: 113 Min.
Regie: James Goldstone
Cast: u.a. George Segal, Timothy Bottoms, Richard Widmark, Henry Fonda, Susan Strasberg, Dorothy Tristan, Helen Hunt
alt. Titel: Achterbahn
Bildquelle: Rollercoaster (1977), Universal
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Bigger Than Life (1956)

Cover ‚Bigger Than Life (1956)‘, Bildquelle: Twentieth Century Fox, BFI
Die moderne Medizin als Segen und Fluch: Wegen einer tödlichen Krankheit zur Kortisonbehandlung eingestellt, entwickelt der Lehrer Ed Avery mit steigender Radikalität eine fast schon diabolische Aura aus Paranoia und Größenwahn. Ziemlich beeindruckend porträtiert James Mason den psychotischen Persönlichkeitswandel vom gütigen Familienvater zum durchgeknallten Tyrann. En passant ist der Film auch eine zeitgenössische Momentaufnahme einer amerikanischen Vorstadtfamilie mit all den Vorzügen der elektronischen Haushaltsführung – und visuell eilt er seinem Jahrzehnt einige Jahre voraus.
Genre: Drama
Länge: 91 Min.
Regie: Nicholas Ray
Cast: u.a. James Mason, Barbara Rush, Christopher Olsen, Walter Matthau, Robert F. Simon, Roland Winters, Kipp Hamilton, Rusty Lane
alt. Titel: Eine Handvoll Hoffnung
Bildquelle: Bigger Than Life (1956), Twentieth Century Fox, BFI
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The Laughing Policeman (1973)

Cover ‚The Laughing Policeman (1973)‘, Bildquelle: Twentieth Century Fox
Der im deutschen Titel erwähnte „Massenmord“ ist ein Maschinenpistolen-Massaker in einem Linienbus, das eine ganze Einheit des San-Francisco-Police-Departement beschäftigt. Die beiden Detectives Martin und Larsen kommen dem Killer nur durch unkonventionelle Methoden und Befehlsverweigerung auf die Spur. Das Polizeihauptquartier, Krankenhäuser, die Straßen, das Rotlichtmilieu, die Hangquartiere und der Financial Districht: „The Laughing Policeman“ ist einer der ganz großen San-Francisco-Filme, eine turbulente Exkursion in die kalifornische Westküstenmetropole zu Beginn der Siebziger, und bis in die kleinsten Nebenrollen voller verkommener Gestalten ungemein stark besetzt und gespielt.
Genre: Thriller-Drama
Länge: 112 Min.
Regie: Stuart Rosenberg
Cast: u.a. Walter Matthau, Bruce Dern, Louis Gossett Jr., Anthony Zerbe, Val Avery, Cathy Lee Crosby, Paul Koslo, Mario Gallo, Joanna Cassidy, Shirley Ballard, Ivan Bookman, Clifton James, Gregory Sierra, Albert Paulsen, Matt Clark, Louis Guss
alt. Titel: Massenmord in San Francisco
Bildquelle: The Laughing Policeman (1973), Twentieth Century Fox
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Vermißt (1982)

Cover ‚Vermißt (1982)‘, Bildquelle: Universal
Als sein Sohn, ein linksintellektueller Nonkonformist, in den Wirren des chilenischen Militärputsches im Herbst 1973 verschwindet, wird der amerikanische Geschäftsmann Ed Horman mit der erschütternden Regime-Realität der Militär-Junta und der Verwicklung von US-Behörden konfrontiert. Gemeinsam mit seiner Schwiegertochter Beth Horman – der Aufeinanderprall zweier grundverschiender Lebensansichten – fahndet er in den Straßen, Hospitälern und dem berüchtigten Estadio Nacional nach dem spurlos Verschollenen. Costa-Gavras’ hat mit seiner Verfilmung einer realen Begebenheit ein ungemein spannendes Mosaik aus Lügen, Verbrechen und Interessen geschaffen, das die bedrückende Putschatmosphäre in der heraufziehenden Pinochet-Diktatur genauso stark transportiert wie die zermaternde Ungewissheit über den Verbleib eines geliebten Angehörigen – Jack Lemmon in einer seiner besten Rollen.
Genre: Drama
Länge: 117 Min.
Regie: Costa-Gavras
Cast: u.a. Sissy Spacek, Jack Lemmon, John Shea, Melanie Mayron, David Clennon, Charles Cioffi, Janice Rule, Joe Regalbutto, Keith Szarabajka, John Doolittle, Richard Venture, Jerry Hardin, Martin LaSalle, Richard Bradford, Hansford Rowe
alt. Titel: Missing
Bildquelle: Vermißt (1982), Universal
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Days of Wine and Roses (1962)

Cover ‚Days of Wine and Roses (1962)‘, Bildquelle: Warner Home Video
Joe Clay heiratet Kristen Arnesen – und was eine gewöhnliche Mittelklassefamilie hätte sein können, entwickelt sich zu einer zerstörerischen Beziehung. Denn das Paar versackt im ruinösen Alkoholismus, der die beiden jungen Menschen zu vernichten droht. Lee Remick und Jack Lemmon verleihen mit ihren fahrigen Posen und Suffgrimassen ihren Figuren, die in betrunkener Glückseligkeit eine vernebelte Romantik finden, die bewegende Tragik zweier Alkoholiker.
Genre: Drama
Länge: 177 Min.
Regie: Blake Edwards
Cast: u.a. Jack Lemmon, Lee Remick, Charles Bickford, Jack Klugman, Alan Hewitt
alt. Titel: Die Tage des Weines und der Rosen
Bildquelle: Days of Wine and Roses (1962), Warner Home Video
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