Filmtipp

Brighton Rock (1948)

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung: Seine bekannteste Rolle war vermutlich die des euphorischen Dinosaurier-Entrepreneurs John Hammond in „Jurassic Park“ (1993); aber am Anfang von Richard Attenboroughs Karriere stand der minderjährige Psychopath Pinkie Brown, der am Pier von Brighton sein Unwesen treibt. Hinter der Ferien-Fassade des damals, in den 1930er Jahren, überlaufenen Urlaubsortes im Süden Englands lauert die Bandenkriminalität düsterer Gestalten, die sich in morbiden Gebäuden verkrochen haben, von denen aus sie ihre Verbrechen begehen. Attenboroughs 17-jähriger Sadist und Gangsterboss ist mit seinen Spleens und der unbehaglichen Kälte eine für das damalige Kino ziemlich ungewöhnliche Figur, nahe am späteren New Yorker Method Acting. Weil eine Kellnerin brisante Informationen zur Aufklärung eines Mordes hat, manipuliert Pinkie Brown sie in eine Ehe, damit sie nicht gegen ihn aussagen kann – obwohl er sie in Wirklichkeit verachtet. „Brighton Rock“ als Film noir zu bezeichnen, reicht eigentlich nicht aus, um die moralische und optische Finsternis dieses Werkes zu erfassen.
Szene aus ‚Brighton Rock (1948)‘, Copyright: Canal+, Image UK Szene aus ‚Brighton Rock (1948)‘, Copyright: Canal+, Image UK Szene aus ‚Brighton Rock (1948)‘, Copyright: Canal+, Image UK