Filmtipp

Rogue Male (1976)

Atmosphäre des Films:

  • aristokratisch
  • britisch
  • elitär
  • englisch
  • strapaziös
Kurzbesprechung: Der SS-Offizier staunt nicht schlecht, als der Attentäter, den er gerade grässlich gefoltert hat, sich als englischer Aristokrat entpuppt. Sir Robert Hunter, ein Überlebenskünstler in der Wildnis, hatte sich 1939, ein paar Monate vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, an die gespenstische Berghof-Entourage des „Führers“ in Bayern herangepirscht und den gefährlichen Diktator ins Visier genommen. Hunter entkommt nach England, verfolgt von Agenten, und taucht – buchstäblich – in einem Wald von Dorset unter. Peter O’Toole beweist hier einmal mehr sein Talent für die Darstellung arroganter Nonkonformisten und die Mimik der Strapaze. Der Überlebenskampf des Exzentrikers gerät zur bitterlichen Tortur – einer besonders eigenwilligen Parabel des britischen Widerstandsgeistes im Zweiten Weltkrieg. „Rogue Male“ – ein spartanisch budgetierter Fernsehfilm der BBC – ist ein origineller Thriller, in welchem sich die inzwischen erreichte Konkurrenzmacht des Fernsehens gegenüber Hollywood ankündigte und Peter O’Toole eine der ungewöhnlichsten Filmfiguren kreiert.
Szene aus ‚Rogue Male (1976)‘, Copyright: BBC Szene aus ‚Rogue Male (1976)‘, Copyright: BBC Szene aus ‚Rogue Male (1976)‘, Copyright: BBC