Filmtipp

Deathtrap (1982)

Kurzbesprechung: Schon das Konzept dieses Films birgt mehrere Wendungen: Von der Bühne kam der Broadway-Hit, der um ein unfertiges Bühnenstück kreist, auf die Leinwand, und mit etlichen, perfiden, Wendungen ist die Handlung gespickt. Darin lädt der einst erfolgreiche, inzwischen verzweifelte Broadway-Autor Sidney Bruhl einen seiner begabten Eleven in sein abgelegenes Landhaus nach East Hampton, an der Peripherie New Yorks, ein. Aus der einstweilen gescheiterten Karriere scheint nun eine kirminelle Kreativität zu erwachsen. Bis auf wenige Ausnahmen spielt „Deathtrap“ ausschließlich in diesem spärlichen Gebäude – ein Setting, das wie im Theater die Schauspielkunst hervorhebt (aus Michael Caines Sicht ganz ähnlich wie zehn Jahre zuvor im klaustrophobischen Kammerspiel Sleuth(Kurzreview auf Filmkuratorium.de lesen); dass sich „Deathtrap“ angenehm leichter anfühlt, liegt an Andrzej Bartkowiaks dynamischer Kameraführung). Die Beziehungen zwischen den Akteuren befinden sich im permanenten Wandel; eine mittelalterliche Streitaxt, Houdinis Handschellen und eine Armbrust sind Utensilien dieser bitterbösen Handlung. Alle vier Hauptpersonen – der Dramatiker im Herbst seiner Karriere, das aufstrebende Talent, die skurrile Seherin und die hysterische Hausherrin – sind großartig besetzt und meistern den oft schwierigen Weg der filmischen Adaption eines erfolgreichen Theaterspiels.
Szene aus ‚Deathtrap (1982)‘, Copyright: Warner Bros. Szene aus ‚Deathtrap (1982)‘, Copyright: Warner Bros. Szene aus ‚Deathtrap (1982)‘, Copyright: Warner Bros.