Love Story (1970)

Filmtipp

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung:

Love Story“ ist eine der schönsten und zugleich traurigsten Liebesgeschichten, die je verfilmt wurden. Und es ist ein Film, der auf erstaunliche Weise seine Widersprüchlichkeiten auflöst: Von der ersten Szene an kennt man den Ausgang der Geschichte, aber langweilt sich nie; und dieses tragische Ende der Erzählung verhindert doch nicht, dass eine sympathische Romantik den Film durchströmt – die trotz des Potenzials nie in sentimentalen Kitsch verfällt. „Love Story“ ist eine aus dem Leben gegriffene Introspektion des Schicksals – so, wie er zu Beginn hineinzoomt, entfernt sich der Film am Ende wieder aus diesem Leben, aus derselben Szene. Der Film erzählt von der Liebe zwischen der ambitionierten Studentin Jenny Cavilleri und dem Millionärssohn Oliver Barrett IV, einem angehenden Juristen, dem der Reichtum und das Prestige seines Elternhauses mehr Bürde denn Erleichterung sind. Von Beginn an liegt über den Bildern eine schwermütige Patina, verstärkt durch die unvergleichliche Atmosphäre des winterlichen New York am Ende der politisch und kutlurell turbulenten Sechziger, zumal angereichert mit der elitären Ivy-League-Aura. Ali MacGraws Performance vergrößert ihre Wirkkraft quasi minütlich; und Ryan O’Neal spielt perfekt einen romantischen Sturkopf, der an einem schwelenden Vater-Sohn-Konflikt leidet (eine famose Besetzung: der Vierziger-Jahre-Star Ray Milland). Visuell und erzählerisch bildet „Love Story“ eine interessante Schnittstelle zwischen dem Sechziger- und Siebzigerjahrekino.