Filmtipp

The Producers (1967)

Kurzbesprechung: Streckenweise ein sehr lustiger Film, in dem sich Mel Brooks über die Absurditäten und Eitelkeiten des Showbusiness amüsiert; insbesondere den Typus des Produzenten persifliert er als notorischen Halbkriminellen, der sich für Finanzierungsschecks prostituiert. Mithilfe eines findigen Finanzverständigen will der windige, chronisch bankrotte Theaterproduzent Max Bialystock, der als Toyboy ältere Damen ausnimmt, einen Coup landen: das lausigste Theaterstück, das der Welt je vorgeführt wurde – das zynische Kalkül dahinter lautet, dass sich mit einer prompt abgesetzten Vorstellung eher Geld verdienen lässt als mit einer mittelmäßg erfolgreichen. Bialystocks Wahl fällt auf das Skript des in New York wohnhaften Altnazis Franz Liebkind, der unentwegt einen Stahlhelm trägt und den schlechten Ruf des „Führers“ reinwaschen will. Also castet Bialystock für „Springtime for Hitler“ den unmöglichsten Regisseur und den unpassendsten Darsteller und ermutigt die Beteiligten zur denkbar geschmacklosesten Choreografie. Die Highlights dieser hektischen Komödie sind das Hitler-Casting („We’re only taking singing Hitlers.“) und Ausschnitte aus der durchgeknallten Bühnenaufführung, in der die nationalsozialistische „Machtergreifung“ und der Untergang des „Dritten Reichs“ in bester Mel-Brooks-Manier parodiert werden.
Szene aus ‚The Producers (1967)‘, Copyright: Studiocanal Image Szene aus ‚The Producers (1967)‘, Copyright: Studiocanal Image Szene aus ‚The Producers (1967)‘, Copyright: Studiocanal Image