Bad Boys (1983)

Filmtipp

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung:

Ein Gangsterfilm, aber die Gangster sind Kinder und Jugendliche. Sie ziehen durch die Straßen von Chicago – der Wiege des Gangsterfilms –, bis an die Zähne bewaffnet, um irgendwann im Leichensack oder im Gefängnis zu landen. „Bad Boys“ zeigt den jungen Sean Penn als minderjährigen Verbrecher, der nur seines Alters wegen in den Jugendknast gesteckt wird. Die Rehabilitationsanstalt ist ein mieses Loch, in dem sich die Delinquenten in ihre kriminelle Lebenswelt nur noch vertiefen, statt ihr endlich zu entrinnen – denn nur wer sich im Drohen, Manipulieren, Erpressen, in Schlägen und in Tritten versiert zeigt, wird sich in der beinharten Hierarchie behaupten. Seine stärksten Momente hat „Bad Boys“, wenn er die jungen Straßengangs mit ihren Waffen in ihrer abgeklärten, tödlichen Kriminalität zeigt. Penns milchgesichtiger Mick O’Brien verkörpert den jungen Menschen, der noch ein letztes Mal vor der Wahl steht, sein Leben zu ändern, in einem archaischen Umfeld, das ihn immer weiter auf die schiefe Bahn führt.