Filmtipp

Die Killer-Elite (1975)

Kurzbesprechung: Als er „The Killer Elite“ machte, befand sich die Karriere des Sam Peckinpah fast schon im freien Fall – wie als Bestätigung befanden etliche Kritiker dann diesen Action-Streifen für mittelmäßig und unausgegoren. Dabei hat er einen ganz eigenen Charme: Peckinpah adaptiert zeitgenössisch populäre Martial-Arts-Elemente, garniert das Ganze mit seinen brutalen Zeitlupen, die schonungslos die Konsequenz von Gewalt entlarven. James Caan und Robert Duvall funktionieren ganz ausgezeichnet als Kontrahenten; Burt Young, Arthur Hill, Gig Young und – vor allem – Bo Hopkins holen ungemein viel aus ihren Figuren heraus, denen sie geradezu liebevoll mit einem Haufen filigraner Facetten anreichern. Und garniert ist das Ganze mit klassischen Versatzstücken aus der zynischen Peckinpah-Kinoprosa: die kritische Männerfreundschaft und finstere Geschäftsleute, deren Businessmodell Mord und Totschlag ist. Und en passant ist „The Killer Elite“ ein San-Francisco-Porträt – mit selten gezeigten Locations wie Chinatown oder der unheimlichen „Mothball Fleet“.
Szene aus ‚Die Killer-Elite (1975)‘, Copyright: MGM, Exeter Associates Szene aus ‚Die Killer-Elite (1975)‘, Copyright: MGM, Exeter Associates Szene aus ‚Die Killer-Elite (1975)‘, Copyright: MGM, Exeter Associates