Filmtipp

Shadows (1959)

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung:

Shadows“ ist die Mutter aller Independent-Filme. John Cassavetes, der Vater aller Independent-Filmemacher, drehte ihn in mehreren Etappen, ohne Studiobrimborium, ja nicht einmal mit einem Drehbuch, als dezidierte Improvisation in den grellen Straßen und tristen Appartements von New York am Ende der 1950er Jahre. Wo klassische Hollywood-Produktionen à la How to Marry a Millionaire“ (1953) oder On the Town“ (1949) nur wenige Jahre zuvor die Stadt in märchenhaftes Technicolor tauchten, macht Cassavetes eine realitätsnahe Momentaufnahme. Sein Film wirft einen Blick auf das Großstadtleben junger Menschen, die ziellos zwischen Krise und Hedonismus, Aufbruch und Untergang, oszillieren. „Shadows“ vermochte seinerzeit zweierlei: mit seiner Low-budgetOriginalität zu beeindrucken und zugleich die üblichen Hollywoodfilme als artifizielle Traumwelten zu entlarven.

Szene aus ‚Shadows (1959)‘, Copyright: John Cassavetes Szene aus ‚Shadows (1959)‘, Copyright: John Cassavetes Szene aus ‚Shadows (1959)‘, Copyright: John Cassavetes