Duell in den Wolken (1957)

Filmtipp

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung:

Die Hitze elementarer Emotionen – Liebe, Leidenschaft, Angst – wird hier in eiskalter Noir-Optik dargestellt. Das passt zu der pessimistischen Grundstimmung der Great Depression, in der „Duell in den Wolken“ spielt. Im Zentrum stehen waghalsige Schauflieger, die sich ihr Geld in lebensgefährlichen Rennen verdienen, zugleich aber auch ihre Sucht nach dem Rausch der Lüfte befriedigen. Einer von ihnen ist der Weltkriegsveteran Roger Shumann, der seine im Krieg gewonnenen Fähigkeiten für todesmutige Manöver nutzt; seine Frau LaVerne ergänzt die Show mit Fallschirmsprüngen, während der gemeinsame Sohn Jack ungerührt sein Eis schleckt. Zu dieser allzeit prekären Truppe gehört noch der geniale Mechaniker Jiggs, der sich um die Einsatzfähigkeit von Shumanns Doppeldecker kümmert. Rock Hudson spielt den Journalisten Burke Devlin, der zunächst bloß eine sensationelle Story sucht, dann aber selbst interveniert und sich an den fatalen Geschehnissen mitschuldig macht – im Redaktionsbüro, aus dem Devlin zwischenzeitlich rausfliegt, hängen überall „Is it interesting?“-Schilder, obwohl gerade er doch eine interessante Reportage in petto hat. „Duell in den Wolken“ hat die Zeit nicht zuletzt wegen seiner realistischen Flug-Action gut überdauert, die aus authentischen Maschinen und eigens für den Film gedrehten Sequenzen resultiert. Rock Hudsons Leistung besteht nicht zuletzt darin, trotz seines enormen Star-Gewichts den anderen Figuren – einprägsam gespielt von Dorothy Malone, Robert Stack und Jack Carson – genügend Raum auf der Leinwand freizugeben.