Filmtipp

Human Desire (1954)

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung: Im Heartland-Kleinbürgertum der USA tappen drei Menschen im moralischen Dunkeln und entdecken die Schattenseiten ihrer selbst – und die Frage ist, wer am Ende in der seelischen Finsternis verschwindet. Ein Eifersuchtsmord, eine Frau, die im sozialen Überlebenskampf zu extremen Mitteln greifen will, ein Koreaveteran, der nach dem Krieg in seinen alten Beruf als Lokführer zurückkehrt: „Human Desire“ amalgamiert Alltägliches mit Außergewöhnlichem. Eine ganz eigene Note erhält dieser Film noir durch die aus dem Führerhaus gefilmten Eisenbahnfahrten am Anfang und Ende von „Human Desire“; überhaupt scheint eine Faszination der Regie für das Land und dessen technische Bändigung durch die Eisenbahn durch: die Einfahrt in die Kleinstädte des US-amerikanischen Südwestens, die erstaunlich modern-geräumigen Abteile, Close-ups der Mechanik – die Züge repräsentieren hier Modernität und Weite der Vereinigten Staaten.
Szene aus ‚Human Desire (1954)‘, Copyright: Columbia Pictures Szene aus ‚Human Desire (1954)‘, Copyright: Columbia Pictures Szene aus ‚Human Desire (1954)‘, Copyright: Columbia Pictures