Filmtipp

Made (1972)

Atmosphäre des Films:

Kurzbesprechung:

Der unverbindliche Hedonismus des Folkrockstars Mike Preston, nur im Jetzt, nicht aber im Morgen zu leben steht dem soliden Verantwortungsimperativ des jungen Pfarrers Dyson gegenüber – aber eigentlich handelt „Made“ von der Alleinerziehenden Valerie Marshall, die zwischen beiden Männern, zwischen beiden Ideologien aufgerieben wird. Carol White spielt hier eine in der noch proletarisch angehauchten Mittelschicht gelagerte Frau, ähnlich wie ein paar Jahre zuvor in Ken Loachs Debüt Poor Cow“ (1967).

Made“ versetzt sein Publikum tief in die 1970er Jahre des britischen Königreiches; da ist die monotone Arbeit in einer Telefonzentrale, die explosive Stimmung vor einem Fußballmatch oder die tristen Mietskasernen mit ihrem piefigen Interieur; und eine kurze Brighton-Episode bietet einen Blick in den englischen Seebad-Eskapismus, der immer wieder in britischen Filmen aufflackert.

Szene aus ‚Made (1972)‘, Copyright: Janet Productions, Studiocanal Szene aus ‚Made (1972)‘, Copyright: Janet Productions, Studiocanal Szene aus ‚Made (1972)‘, Copyright: Janet Productions, Studiocanal