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Shortcuts: Prägnante Film-Reviews in wenigen Sätzen.

Szene aus ‚The Driver (1978)‘, Bildquelle: The Driver (1978), Twentieth Century-Fox, EMI Films

The Driver (1978)

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The Driver (1978)

Ein Cop und ein professioneller Fluchtfahrer, zwei jeweils kompromisslose Individualisten, die Konfrontation zwischen einem berufsmäßigen Gesetzeshüter und einem berufsmäßigen Gesetzesbrecher: Das ist die zunächst wenig komplexe Handlung von The Driver“. Bruce Dern porträtiert seinen Polizisten, der nach klassischen Erzählmustern ja eigentlich der „Gute“ ist, als unsympathischen Kerl; und Ryan O’Neal seinen Fluchtfahrer mit einer unnahbaren Kälte, die ihn noch bei den schärfsten Drifts und rasantesten Beschleunigungen keine Miene verziehen lässt. Stark sind die brachialen Verfolgungsjagden durch Los Angeles. Obwohl in manchen Szenen das Geschehen völlig banal ist, bereits mit einer knappen Beschreibung erfasst wäre, und kaum etwas gesagt wird, sind gerade diese Szenen ugemein ausdrucksstark – athmosphärische Statements, die erstaunlich viel über dieses kriminelle Soziotop, die Zeit und den gesellschaftlichen Raum aussagen. In seiner Schlichtheit, seiner präzisen Action und dem überraschenden Finale ist „The Driver“ einer der besten Filme der an sehenswerten Filmen nicht gerade armen Siebziger.
Genre: Action-Thriller
Länge: 92 Min.
Regie: Walter Hill
Cast: u.a. Ryan O’Neal, Bruce Dern, Isabelle Adjani, Ronee Blakley, Matt Clark, Felice Orlandi, Joseph Walsh, Rudy Ramos, Frank Bruno, Denny Macko, Nick Dimitri, Bob Minor
alt. Titel: Driver
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Szene aus ‚Mickey One (1965)‘, Bildquelle: Mickey One (1965), Florin Corp., Tatira Prod.

Mickey One (1965)

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Mickey One (1965)

Mickey One“ ist einer der wenigen Filme, in denen eine amerikanische Großstadt – Chicago – wie in einem Nouvelle Vague-Film aussieht. Und er ist, in seinen surrealen Bildern und seiner kaleidoskopischen Handlung, anstrengend, trist, in der Tat herausfordernd, wie es oftmals mit Blick auf dieses Prä-New-Hollywood-Werk heißt. Man mag sich kaum vorstellen, wie dieser Film – der noch heute unkonventionell und in seinem ganzen Charakter äußerst exzentrisch daherkommt – damals, Mitte der Sechziger, auf sein Publikum gewirkt haben muss. Und es ist der erste Film, in dem der angehende Star Warren Beatty omnipräsent von einer Szene in die nächste eilt, in Close-ups und Posen eine einzige Beatty-Show. Die Handlung? Sie ist einfach und doch kaum sichtbar in einem Wirrwarr aus Schnitten und Perspektivwechslen vergraben: Ein Stand-up-Comedian, jung und talentiert, ist auf der Flucht vor der Mafia, von Verfolgungs- und Versagensangst getrieben.
Genre: Drama
Länge: 89 Min.
Regie: Arthur Penn
Cast: u.a. Warren Beatty, Alexandra Stewart, Hurd Hatfield, Teddy Hart, Kamatari Fujiwara, Franchot Tone, Jeff Corey, Donna Michelle, Benny Dunn, Helen Witkowski, Lew Prentiss, Boris Gregurevitch, Dink Freeman
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Szene aus ‚The Day of the Dolphin (1973)‘, Bildquelle: The Day of the Dolphin (1973), Studiocanal, AVCO Embassy Pictures

The Day of the Dolphin (1973)

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The Day of the Dolphin (1973)

Dr. Jake Terrell hat in langwierigen Experimenten zwei Delfinen die englische Sprache so weit beigebracht, dass die beiden Tiere mit ihm kommunizieren können. Plötzlich steigt das Interesse der Stiftung, die seine Arbeiten auf einer entlegenen Insel finanziert und dubiose Geldgeber treten in Erscheinung. Der Film kreist um eines der schwerwiegendsten Probleme der Zivilisation, nämlich die Unfähigkeit der Wissenschaft, die Verwendung ihrer Forschungsergebnisse zu kontrollieren. Der Diebstahl der Delfine, mit dem Terrell und sein Team schließlich konfrontiert werden, repräsentiert die Missbrauchsanfälligkeit freier Forschung. Durch die Inszenierung kontrastiert die Idylle der entlegenen Forschungsinsel scharf mit der Bedrohung durch düstere Akteure.
Genre: Sci-Fi-Drama
Länge: 104 Min.
Regie: Mike Nichols
Cast: u.a. George C. Scott, Trish Van Devere, Paul Sorvino, Fritz Weaver, Jon Korkes, John Dehner, Victoria Racimo
alt. Titel: Der Tag des Delphins
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Szene aus ‚Bad Company (1972)‘, Bildquelle: Bad Company (1972), Paramount, Jaffilms

Bad Company (1972)

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Bad Company (1972)

Um der Zwangsrekrutierung für den Bürgerkrieg zu entgehen, flüchtet der junge Methodist Drew Dixon aus seiner Heimat Ohio. Auf seinem Weg nach Westen schließt er sich einer Bande kleinkrimineller junger Männer an, deren Kopf der junge, pausbäckige Jeff Bridges als Jake Rumsey ist. Gemeinsam schlagen sie sich durch die triste Einöde des amerikanischen Heartland, die dieser Anti-Western, gefilmt in der charakteristischen Mid-West-Optik von Kansas, in einer durch und durch pessimistischen, dadurch wirklichkeitsnahen Atmosphäre einfängt – und alles ist lakonisch: die Posse mit ihrer abgestumpften Lynchjustiz, die Gelegenheitsprostituierte, der Gunslinger mit vergeudetem Talent. Mit der nüchternen Darstellung von Verrat, Egoismus und schließlich des einsamen Todes selbst noch beim Kuchendiebstahl zerstört „Bad Company“ die Outlaw-Romantik eines jugendlichen Abenteuers und zeigt die Reise durch die Mitte der heutigen USA als beklemmenden Überlebenskampf.
Genre: Western-Drama
Länge: 89 Min.
Regie: Robert Benton
Cast: u.a. Barry Brown, Jeff Bridges, John Savage, Jerry Houser, Damon Douglas, Joshua Hill Lewis, David Huddleston, Jim Davis, Geoffrey Lewis, Raymond Guth, Ed Lauter, John Quade, Jean Allison, Ned Wertimer, Charles Tyner, Claudia Bryar, Ted Gehring, John Boyd, Monika Henreid, Todd Martin
alt. Titel: In schlechter Gesellschaft
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Szene aus ‚Das Mädchen und der Kommissar (1971)‘, Bildquelle: Das Mädchen und der Kommissar (1971), Lira Films, Studiocanal, Fida

Das Mädchen und der Kommissar (1971)

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Das Mädchen und der Kommissar (1971)

Verdrossen ob des ständigen Entkommens der Räuber mit ihrer fetten Beute, legt sich der Pariser Ermittler Felix auf eigene Faust eine Undercover-Identität als Bankier zu, mit der er eine Bande aus Gescheiterten, die mit Metallteilen handeln, in einen Raubüberfall lockt. Es sind dezente Beobachterperspektiven, aus denen Claude Sautet die Handlung zeigt; und jedes Mal, wenn sich zwei Charaktere allein in einem Raum befinden, lässt er die Kamera über die Schulter der einen Person die andere in den Blick nehmen – der ganze Film ist ein schier endloses Ensemble perfekter Porträtaufnahmen. Die schmierige Kleinkriminellen-Aura der Schrottleute, wenn sie tagsüber auf ihrer Halde herumlungern, wird kontrastiert mit Exkursionen in lebhafte Kneipen und Cafés. Michel Piccolis Kriminalkomissar wirkt in seiner Stille und Melancholie, mit tristem Mantel und Hut wie der Protagonist eines amerikanischen Film noir. Und Romy Schneider wirft sich für ihre Straßenprostituierte Lily in anmutige Posen, aus denen jederzeit ein Gemälde entstehen könnte. Dieses audiovisuell ungemein attraktive Werk wird komplettiert durch die feinfühlig eingesträuten Trompeten- und Xyolophonklänge von Philippe Sardes Instrumental-Score.
Genre: Kriminal-Drama
Länge: 107 Min.
Regie: Claude Sautet
Cast: u.a. Michel Piccoli, Romy Schneider, Bernard Fresson, Georges Wilson, François Périer, Boby Lapointe, Michel Creton, Henri-Jaques Huet, Jacques Canselier, Alain Grellier, Maurice Auzel, Dominique Zardi, Philippe Léotard, Robert Favart
alt. Titel: Max et les ferrailleurs
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Szene aus ‚Zardoz (1974)‘, Bildquelle: Zardoz (1974), Twentieth Century Fox

Zardoz (1974)

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Zardoz (1974)

Geschrieben, produziert und gedreht von John Boorman ist „Zardoz“ eine esoterische Dystopie, die in Irland in einer 320 Jahre fernen Zukunft spielt. Der von einem vermeintlichen Gott auserkorene Mutant Zed gerät in ein elitäres Kollektiv Unsterblicher, die sich vor Langeweile nichts sehnlicher als den Tod wünschen. Eine von Sean Connerys skurrilen Rollen, in denen er anderthalb Stunden halbnackt in Shorts herumläuft – in vielen Szenen auch ein visueller Vorgriff auf Boormans „Excalibur aus dem Jahr 1981.
Genre: Fantasy-Drama
Länge: 105 Min.
Regie: John Boorman
Cast: u.a. Sean Connery, Sara Kestelman, Chralotte Rampling, John Alderton, Niall Buggy, Sally Anne Newton, Jessica Swift
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Szene aus ‚Station Six-Sahara (1963)‘, Bildquelle: Station Six-Sahara (1963), CCC Filmkunst

Station Six-Sahara (1963)

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Station Six-Sahara (1963)

Eine Handvoll Männer im Nirgendwo der nordafrikanischen Wüste, beauftragt, für die Medina Oil Company eine Pumpstation am Laufen zu halten – das Setting ist das einer einsamen Insel westlicher Zivilisation inmitten eines endlosen Sandmeeres. Die Ölleute fristen ein Dasein in verschwitzter Monotonie, durch das Schwarz-Weiß entfaltet die gleißende Hitze der libyschen Sonne eine surreale Aura. Auf dem engen Raum, angefüllt mit Testosteron und Aggressivität, entlädt sich die Frustration der Männer, als urplötzlich eine Frau auftaucht und den Sahara-Arbeitern mit lasziven Blicken und frivolen Gesten die Köpfe verdreht. Carroll Baker spielt diese Femme fatale exzellent; Denholm Elliott ist der autoritär-servile Opportunist; Ian Bannen der sexuell frustrierte Arbeiter; Mario Adorf der folg- und schweigsame Öl-Malocher; Peter van Eyck der autoritäre Chef, unhinterfragten Gehorsam gewohnt; und Hansjörg Felmy der gelassene Freigeist, der – stellvertretend für eine jüngere Generation – diesen Kommissgehorsam herausfordert. Auch Ron Grainers markanter Score bereichert die besondere Atmosphäre dieses Wüstendramas. Seth Holts Regie fokussiert die zerstörerischen Momente dieser Schicksalsgemeinschaft und heraus kommt aus dieser deutsch-britischen Koproduktion ein formidabel besetzter, glänzend gespielter Film, der für seine Zeit erstaunlich modern ist.
Genre: Drama
Länge: 96 Min.
Regie: Seth Holt
Cast: u.a. Hansjörg Felmy, Peter van Eyck, Carroll Baker, Ian Bannen, Denholm Elliott, Mario Adorf, Biff McGuire, Harry Baird
alt. Titel: Endstation 13 Sahara
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Szene aus ‚Der Prozeß (1962)‘, Bildquelle: Der Prozeß (1962), Cantharus Prod.

Der Prozeß (1962)

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Der Prozeß (1962)

Josef K. wird eines morgens verhaftet, beschuldigt und einem Gerichtsverfahren unterzogen – von wem, weshalb und wann bleibt jedoch ungesagt. Ein Albtraum ohne Erwachen, eine ziellose Hatz durch den Wahnsinn anonymer Autoritäten in einer Gesellschaft ohne jegliche Dissidenz und Courage. In seiner fahrigen Art und mit der Emphase nervöser Empörung passt Anthony Perkins perfekt auf seine Figur; aber auch sonst ist der dystopische Film exzellent besetzt, u.a. mit Jeanne Morau, Akim Tamiroff und Romy Schneider in peripheren Rollen. Orson Welles, der Kafkas Vorlage nach Gusto umschrieb und im typischen Welles-Pensum auch noch eine Nebenrolle spielt, gelingt vor allem, den beklemmenden, klaustrophobischen Subtext der Handlung mit seinen Bildern und Perspektiven in eine triste, ausweglose, durchweg pessimistische Atmosphäre zu übersetzen.
Genre: Drama
Länge: 114 Min.
Regie: Orson Welles
Cast: u.a. Anthony Perkins, Romy Schneider, Akim Tamiroff, Arnoldo Foà, Orson Welles, Madeleine Robinson, Jeanne Moreau, Jess Hahn, Billy Kearns, Maurice Teynac, Max Haufler, Naydra Shore, Suzanne Flon, Elsa Martinelli, Fernand Leboux, William Chappell, Thomas Holtzmann, Wolfgang Reichmann, Michael Lonsdale
alt. Titel: Le Procès
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Szene aus ‚Far from the Madding Crowd (1967)‘, Bildquelle: Far from the Madding Crowd (1967), Studiocanal

Far from the Madding Crowd (1967)

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Far from the Madding Crowd (1967)

Im Zentrum der atmosphärisch unglaublich dichten Verfilmung von Thomas Hardys Roman steht die junge Witwe Bathsheba (Julie Christie), die sich im männerdominierten Agrarsektor des viktorianischen England mit ihrem Farmbetrieb als Geschäftsfrau behauptet. Zwei loyale, tatkräftige, ehrliche Männer lässt sie abblitzen und heiratet stattdessen einen feschen Soldaten; doch der egoistische Hallodri lässt sie bald im Stich. Der Film profitiert ungemein von John Schlesingers dokumentarischem Blick auf das zwischenmenschliche Zusammenleben und den Zeitkolorit – das filmische Resultat ist nicht nur ein leichtgängiges Beziehungsdrama, sondern auch ein detailreiches Epochenporträt des englischen Landlebens.
Genre: Drama
Länge: 160 Min.
Regie: John Schlesinger
Cast: u.a. Julie Christie, Alan Bates, Terence Stamp, Peter Finch, Fiona Walker, Harriet Harper, Denise Coffey, Marie Hopps, Paul Dawkins, Freddie Jones, John Barrett, Andrew Robertson, Vincent Harding, Brian Rawlinson, Jonathan Newth
alt. Titel: Die Herrin von Thornhill
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Szene aus ‚Viva Zapata! (1952)‘, Bildquelle: Viva Zapata! (1952), Twentieth Century Fox

Viva Zapata! (1952)

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Viva Zapata! (1952)

Kurz nach seinem Megaerfolg A Streetcar Named Desire“ (1951) (Kurzeview auf Filmkuratorium.de lesen) spielte Marlon Brando den legendären Mexiko-Mythos Emiliano Zapata – einen charismatischen Freiheitskämpfer gegen korrupte Machteliten und skrupellose Militärjunten in den 1910er Jahren. Elia Kazans Film ist bemerkenswert progressiv: In der dreckigen Szenerie deutet sich der Stil des späteren Italo-Western an, und das brutale Finale ist ein Vorgriff auf das New Hollywood-Kino der späten 1960er und frühen 1970er Jahre.
Genre: Drama
Länge: 109 Min.
Regie: Elia Kazan
Cast: u.a. Marlon Brando, Anthony Quinn, Jean Peters, Joseph Wiseman, Harold Gordon, Arnold Moss, Alan Reed, Fay Roope, Frank Silvera, Richard Garrick, Lou Gilbert, Florenz Ames, Mildred Dunnock
alt. Titel: Viva Zapata
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Szene aus ‚White Mischief (1987)‘, Bildquelle: White Mischief (1987), White Umbrella Films

White Mischief (1987)

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White Mischief (1987)

Ein Mord erschüttert das selbstgefällige Milieu einer britischen Kolonialelite inmitten ihres gelangweilten Hedonismus, die sich in ihrer geografisch-kulturellen Isolation in narzisstischer Promiskuität verliert. Die britischen Snobs in Kenia schwelgen während des Zweiten Weltkriegs in ihrem Wohlstand voller Sex und Cocktails. Der Film porträtiert die Dekadenz im berüchtigten „Happy Valley“ – dem Exil des im Mutterland gescheiterten Adels – während des britischen Kolonialregimes in seinen letzten Zügen.
Genre: Drama
Länge: 103 Min.
Regie: Michael Radford
Cast: u.a. Joss Ackland, Greta Scacchi, Charles Dance, Sarah Miles, John Hurt, Murray Head, Ray McAnally, Susan Fleetwood, Louis Mahoney, Douglas Chege, Geraldine Chaplin, Trevor Howard, Hugh Grant
alt. Titel: Die letzten Tage in Kenya
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Szene aus ‚Mach erst mal Abitur (1978)‘, Bildquelle: Mach erst mal Abitur (1978), Gaumont

Mach erst mal Abitur (1978)

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Mach erst mal Abitur (1978)

Eine Gruppe französischer Jugendlicher in den späten Siebzigern, allesamt noch Beziehungsdilettanten und Sexnovizen, stehen kurz vor den Abiturprüfungen und damit vor dem Beginn eines neuen Lebensabschnitts – konfrontiert mit den Chancen und Bürden einer eigenverantwortlichen Zukunftsgestaltung, den sexuellen Ausnutzungsversuchen Älterer und typischen Lebensproblemen mit Liebe, Karriere und Familie. Maurice Pialats Film, pseudodokumentarisch im Charakter, begleitet die jungen Männer und Frauen in ihrem hedonistischen Coming-of-Age und liefert damit eine nüchterne, autenthische Momentaufnahme der französischen Jugendkultur am Ende der 1970er Jahre.
Genre: Drama
Länge: 82 Min.
Regie: Maurice Pialat
Cast: u.a. Sabine Haudepin, Philippe Marlaud, Bernard Tronczak, Patrick Lepcynski, Agnès Makowiak, Charline Bourré, Patrick Playez, Muriel Lacroix, Frédérique Cerbonnet, Fabienne Neuville, Georges Vimard, Annick Alane, Michel Caron, Jean-François Adam, André Bitoun
alt. Titel: Passe ton Bac d’abord …
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Szene aus ‚Hannibal Brooks (1969)‘, Bildquelle: Hannibal Brooks (1969), MGM, Michael Winner Ltd.

Hannibal Brooks (1969)

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Hannibal Brooks (1969)

Im Unterschied zu den allermeisten Kriegsgefangenen im Film kommt der britische Soldat Stephen Brooks nicht in ein Internierungslager, sondern in den Zoo. Dort wird er zum Glück seines friedfertigen Naturells als Elefantenpfleger abgestellt – und muss nach einem Bombardement den asiatischen Dickhäuter Lucy nach Österreich begleiten (in einer faszinierenden Vermengung von Wirklichkeit und Fiktion hatte der vor der Kamera eingesetzte Elefant tatsächlich eine ganze Reihe von Bombenangriffen während des Zweiten Weltkrieg erlebt). Oliver Reed – damals meist besetzt als hedonistischer Hallodri und im echten Leben bisweilen ein Sauf- und Raufbold – spielt den Elefantenfreund als liebevollen Vertrauten des Tieres. Im urigen Alpenvorland, zwischen Volksfesten und Hütten, lotst Brooks, der von seinen Kameraden in Anlehnung an den karthargischen Heerführer aus der Antike bald „Hannibal“ getauft wird, den Elefanten durch das explosive Kriegsgeschehen. Vor allem die Nebenrollen sind formidabel besetzt: mit Michael J. Pollard als exzentrischem Partisanenkrieger, Karin Baal als Zwangsarbeiterin, Erik Jelde als Münchner Zoodirektor oder Wolfgang Preiss – natürlich – als deutscher Offizier.
Genre: Action-Drama
Länge: 102 Min.
Regie:
Cast: u.a. Oliver Reed, Michael J. Pollard, Karin Baal, Helmuth Lohner, Wolfgang Preiss, Peter Carsten, John Alderton, Ralf Wolter, Jürgen Draeger, Maria Brockerhoff, Ernst Fritz Fürbringer, Erik Jelde, Fred Haltiner
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Szene aus ‚How to Get Ahead in Advertising (1989)‘, Bildquelle: How to Get Ahead in Advertising (1989), HandMade Films

How to Get Ahead in Advertising (1989)

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How to Get Ahead in Advertising (1989)

Denis Dimbleby Bagley (Richard E. Grant) weiß alles über die Manipulation von Menschen. Doch als dem abgefeimten PR-Yuppie die Floskeln ausgehen, verfällt er in eine Schizophrenie, die sich in ziemlich skurriler Form manifestiert: An seiner linken Schulter erwächst ihm ein Furunkel, das zu ihm spricht und schließlich das Kommando über beide Persönlichkeiten übernimmt. Fortan kämpft der „alte“ Bagley gegen seine tyrannische Version – eine Farce im Ambiente der späten Achtziger.
Genre: Komödie
Länge: 90 Min.
Regie: Bruce Robinson
Cast: u.a. Richard E. Grant, Rachel Ward, Richard Wilson, Jacqueline Tong, Susan Woolridge, John Shrapnel, Sean Bean
alt. Titel: Kopf an Kopf
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Szene aus ‚The Brotherhood (1968)‘, Bildquelle: The Brotherhood (1968), Brotherhood Company, Paramount, resen, Feel Films

The Brotherhood (1968)

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The Brotherhood (1968)

Ein paar Jahre zuvor hatte Burt Lancaster in Luchino Viscontis „Il gattopardo“ (dt.: „Der Leopard“, 1963) einen sizilianischen Patriarchen gespielt – „The Brotherhood“ wirkt bisweilen so, als habe es Kirk Douglas, der hier auch als Produzent fungierte, seinem Kumpel und Schauspielrivalen Lancaster gleichtun wollen, indem er die Rolle eines sizilianischen Mafioso übernahm. Douglas spielt Frank Ginetta, einen stolzen Selfmade-Gangster in New York, dem die zunehmende Management-Manier seiner Partner mit ihren auf permanente Expansion zielenden Investitionsvorhaben und konzernartigen Geschäften wenig behagt, weil er zu sehr seiner sizilianischen Mafiaherkunft verhaftet ist. Immerhin vier Jahre vor Coppolas „The Godfather, in dessen Schatten er steht, porträtiert „The Brotherhood“, wenn auch mit weniger Akribie und Tiefe, das konflikthafte Nebeneinander von heiler Familie und kaltblütigem Verbrechensalltag anhand zweier Brüder, die sich am Widerspruch von Moderne und Tradition entzweien.
Genre: Gangsterdrama
Länge: 92 Min.
Regie: Martin Ritt
Cast: u.a. Kirk Douglas, Alex Cord, Irene Papas, Luther Adler, Susan Strasberg, Murray Hamilton, Eduardo Cianelli, Joe De Santis, Connie Scott, Val Avery, Val Bisoglio, Alan Hewitt, Barry Primus
alt. Titel: Auftrag Mord
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