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Shortcuts: Prägnante Film-Reviews in wenigen Sätzen.

Szene aus ‚What Price Hollywood? (1932)‘, Bildquelle: What Price Hollywood? (1932), RKO Pathé Pictures

What Price Hollywood? (1932)

Stimmungen: glamourös, kalifornisch

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich „A Star Is Born“ zu einem regelrechten Franchise eine […]

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What Price Hollywood? (1932)

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich A Star Is Born zu einem regelrechten Franchise einer tragischen Selbstreflexion der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie entwickelt – mit seinem Showbusiness-Equilibrium, demnach der Aufstieg eines neuen mit dem Abstieg eines alten Stars einhergeht. Den Ausgangspunkt dieser Serie bildet allerdings „What Price Hollywood?“, gedreht fünf Jahre vor dem ursprünglichen „A Star Is Born“ von 1937. Beide Filme wurden von David O. Selznick produziert, der anders als seine Kollegen und Konkurrenten dem Hollywoodfilm über Hollywood ein großes kommerzielles Potenzial voraussagte und zugleich die Schicksale verblichener und zerrütteter Künstler:innen der Vergessenheit entreißen wollte. „What Price Hollywood?“ erzählt von der Star-Werdung einer Kellnerin, die sich einen Screen test verschafft und den Untergang ihres versoffenen Mentors miterlebt. In Constance Bennett steckt viel von ihrer Leinwandfigur Mary Evans; aber noch weitaus drastischer ist diese Nähe von Fiktion und Wirklichkeit bei Lowell Sherman und seinem Filmpendant Max Carey: Beide sind Regisseure – und Alkoholiker. Lange vor Billy Wilders „The Lost Weekend“ (1945) zeigte „What Price Hollywood?Alkoholismus nicht in Gestalt eines komischen Trunkenboldes, sondern als erschütternden Ruin eines Menschen. Der gewitzte Carey betäubt seinen Verdruss über die Mechanismen der Hollywoodwelt mit Whiskey und ruiniert dabei seine außerordentliche Begabung – die eindrückliche Schluss-Szene offenbart das Wuchtpotenzial des Pre-Code-Hollywood-Kinos.
Genre: Drama
Länge: 88 Min.
Regie: George Cukor
Cast: u.a. Constance Bennett, Lowell Sherman, Gregory Ratoff, Neilm Hamilton, Louise Beavers, Eddie „Rochester“ Anderson, Josephine Whittell, Zeena Baer, Brooks Benedict, Aggie Herring
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Heiße Erde (1957)‘, Bildquelle: Heiße Erde (1957), Twentieth Century-Fox

Heiße Erde (1957)

Stimmungen: aggressiv, elitär, idyllisch, karibisch, sonnig, tropisch, warm

„Heiße Erde“ zeigt mit seinem Location shooting auf Barbados und […]

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Heiße Erde (1957)

Heiße Erde“ zeigt mit seinem Location shooting auf Barbados und Granada endlich in seiner ganzen Fülle das Karibik-Ambiente, das einem die Hollywoodkulissen in den Studios stets vorenthalten haben. Gleich zu Beginn befindet sich die Kamera im Anflug auf eine Küstenstadt mit ihrer halbmondförmigen Bucht, wie man sie aus Piratenfilmen kennt. Und wie hier die satten blauen Wellen sanft über den hellen Sandstrand strömen, der von einem wundervoll blauen Himmel und einem Palmenwald eingerahmt ist, damit können nicht einmal die Katalogbilder der Tourismusunternehmern mithalten. Joan Collins und Stephen Boyd brutzeln da in der Sonne – sie sind eines von mehreren kontroversen Liebespaaren der Insel, um die der Film kreist. Die britische Kronkolonie Santa Marta wird demokratisiert und nun branden die Rassenprobleme auf, die der brutale Kolonialismus so lange unterdrückt hielt. James Mason verkörpert den weißen Plantagenbesitzer, Harry Belafonte seinen politischen Kontrahenten. Mit der Aneinanderreihung von Romanzen hat die Story Soap-Potenzial und gewinnt allein dadurch an Brisanz, dass die Beziehungen zwischen Weißen und Schwarzen, also interracial, stattfinden – was damals für einen Hollywoodproduzenten vom Schlage Darryl F. Zanucks etwas mehr Mut gekostet haben dürfte, als man heute vielleicht vermuten würde. In den Südstaaten brandeten Proteste auf, der Ku-Klux-Klan schrieb böse Briefe. Und wenn auch die sozialen Konflikte nicht mehr so kontrovers wie damals aus den Szenen sprechen, so kann man doch immer im tropischen Calypso-Flair dieses Films baden.
Genre: Drama
Länge: 114 Min.
Regie: Robert Rossen
Cast: u.a. James Mason, Harry Belafonte, Dorothy Dandridge, Joan Collins, Stephen Boyd, Joan Fontaine, Patricia Owens, Diana Wynyard, John Williams, Michael Rennie, John Justin, Basil Sydney, Hartley Power, Ronald Squire
alt. Titel: Island in the Sun
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Des Teufels Lohn (1957)‘, Bildquelle: Des Teufels Lohn (1957), Universal Pictures

Des Teufels Lohn (1957)

Stimmungen: aggressiv, bedrohlich, texanisch

Orson Welles benötigt bloß eine halbe Minute, um den inneren Zorn der Zuschauer brodeln zu lassen. Als selbstgerechter Autokrat […]

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Des Teufels Lohn (1957)

Orson Welles benötigt bloß eine halbe Minute, um den inneren Zorn der Zuschauer brodeln zu lassen. Als selbstgerechter Autokrat bringt er die ohnedies enorm aggressive Atmosphäre seiner Riesenranch fast zur Implosion. Ihm gegenüber steht Sheriff Ben Sadler (Jeff Chandler), der einem mutmaßlichen Mord an einem mexikanischen Arbeiter nachgeht, welcher sich auf Virgil Renchlers gigantischem Grundstück ereignet haben soll. Obwohl der „Wilde Westen“ längst Geschichte ist, herrscht hier noch fast die gleiche Gesetzlosigkeit – in den Weiten einer Ranch, die das Ausmaß so manchen europäischen Landes erreicht, ein Überwachungsvakuum, das mit der Autorität eines Patriarchen gefüllt wird. „Des Teufels Lohn“ treibt den Konflikt zwischen dem Einzelnen oder einigen Wenigen und der Gemeinschaft, ja eines ganzes Rechtssystems auf die Spitze. Der Sheriff, der im US-amerikanischen Heartland zumindest im Film meist ein verbohrter Handlanger des einen oder anderen Lokalmatadoren ist, wird hier wie sein berühmtes Pendant in High Noon“ (1952) zum beinahe aussichtslosen Einzelkämpfer – die Verteidigung der Moral wird zum Opfer des hartnäckigen Individualisten. „Des Teufels Lohn“ entlarvt vor allem einen beklemmenden Gesellschaftsmechanismus: Wie all die Ladenbesitzer und Händler nach Jahrzehnten des gemeinschaftlichen Zusammenlebens den Sheriff und seine Frau plötzlich ausgrenzen – eine lebensbedrohliche Stimmung entfachen –, weil sie fürchten, dass der Großgrundbesitzer Renchler sonst seine Waren andernorts einkauft.
Genre: Kriminal-Drama
Länge: 80 Min.
Regie: Jack Arnold
Cast: u.a. Jeff Chandler, Orson Welles, John Larch, Ab Begley, Colleen Miller, Martin Garralaga, Ben Alexander, Mario Siletti, Paul Fix, Leo Gordon, Royal Dano, James Gleason, Barbara Lawrence, Joe Schneider, Harry Harvey, Forrest Lewis, Mort Mills, Charles Horvath, William Schallert, Joseph J. Greene
alt. Titel: Man in the Shadow
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Der Richter und sein Henker (1975)‘, Bildquelle: Der Richter und sein Henker (1975), Concorde Home Entertainment, MFG-Film, American Film Properties Two

Der Richter und sein Henker (1975)

Stimmungen: diesig, skurril, trist

Menschen lassen sich wie Figuren auf einem Schachbrett manipulieren – so lautet das Credo von Richard Gastmann, der mit seinem Kumpel, dem Berner Polizisten Hans Bärlach, wette […]

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Der Richter und sein Henker (1975)

Menschen lassen sich wie Figuren auf einem Schachbrett manipulieren – so lautet das Credo von Richard Gastmann, der mit seinem Kumpel, dem Berner Polizisten Hans Bärlach, wettet, in dessen Beisein einen Mord zu begehen, den ihm Bärlach niemals wird nachweisen können. Dreißig Jahre später ist es dem mittlerweile todkranken Bärlach noch immer nicht gelungen, den inzwischen steinreichen Gastmann zu überführen. Bärlach bleibt nicht mehr viel Zeit, ein neuer Mordfall – an seinem Assistenten – ist zu bearbeiten, und der junge Karrierist Walter Tschanz übernimmt die Ermittlung. Maximilian Schells Verfilmung des berühmten Bestsellers „Der Richter und sein Henker – dessen Autor Friedrich Dürrenmatt einen Gastauftritt als Schriftsteller Friedrich hat – zeigt ein diesiges Bern zur Mitte der Siebziger, trist und anachronistisch. Die Story zelebriert die Raffinesse der Manipulation, den Triumph von Geduld über Hybris. Martin Ritt spielt ziemlich famos den gleichermaßen verbrauchten wie gerissenen Kriminalkommissar, ein körperliches Wrack voll geistiger Energie; Robert Shaw ist Gastmann, in dem sich Sadismus und Plutokratentum zu einer ziemlich zerstörerischen Kraft vermengen, die Shaw in ein fieses Grinsen übersetzt; Jon Voight ist der aggressive Tschanz, der vor Selbstbewusstsein strotzt und gleich nach der Beerdigung eines ermordeten Kollegen mit dessen Verlobter schläft; ebendiese Frau spielt Jacqueline Bisset, die ziemlich unbeeindruckt in dem manipulativen Geschehen mitmischt, bei dem jeder Teilnehmer sich seiner vermeintlichen Überlegenheit gewiss ist. Untermalt von Ennio-Morricone-Klängen bewegt sich Schells „Der Richter und sein Henker“ stets an einer schmalen Grenze zum Absurden und profitiert immer wieder von dem dürremattesken Zynismus des Schicksals.
Genre: Kriminalthriller
Länge: 92 Min.
Regie: Maximilian Schell
Cast: u.a. Martin Ritt, Jon Voight, Jacqueline Bisset, Robert Shaw, Helmut Qualtinger, Friedrich Dürrenmatt, Rita Calderoni, Norbert Schiller, Toni Roth, Lil Dagover, Gabriele Ferzetti, Rudolf Hubacher, Rudolf Hunsperger, Donald Sutherland
alt. Titel: End of the Game
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Explosion in Kuba (1979)‘, Bildquelle: Explosion in Kuba (1979), MGM, Columbia Pictures

Explosion in Kuba (1979)

In den letzten Tagen der kubanischen Revolution trifft ein britischer Söldner in Havanna […]

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Explosion in Kuba (1979)

In den letzten Tagen der kubanischen Revolution trifft ein britischer Söldner in Havanna ein; als „Terrorismusexperte“ soll er dem kollabierenden Regime helfen. Anhand dieser Figur führt uns Regisseur Richard Lester durch die Revolutionswirren und fängt dabei die teils surreale Atmosphäre eines Landes im Chaos des politischen Umbruchs ein.
Genre: Drama
Länge: 122 Min.
Regie: Richard Lester
Cast: u.a. Sean Connery, Brooke Adams, Hector Elizondo, Jack Weston, Denholm Elliott, Chris Sarandon, Martin Balsam
alt. Titel: Cuba
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚The Beguiled (1971)‘, Bildquelle: The Beguiled (1971), Universal Pictures, The Malpaso Company

The Beguiled (1971)

Stimmungen: amourös, bedrohlich, morbid, sexuell

Während der Amerikanische Bürgerkrieg weiter tobt, schleppt si […]

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The Beguiled (1971)

Während der Amerikanische Bürgerkrieg weiter tobt, schleppt sich der Nordstaaten-Korporal McBurney schwer verwundet in eine riesige Südstaatenvilla, in der die strenge Hausherrin Martha Farsnworth eine Mädchenschule führt. Die – teils minderjährigen – Frauen verfallen dem ungebetenen Gast, pflegen ihn, während McBurney ihre Avancen mit den dreisten Lügen eines Charmeurs und Opportunisten befeuert. In „The Beguiled“ entfaltet sich eine bedrohlich-sexuelle Atmosphäre aus Lust und Lüge. Die Geschichte ist voll haarsträubender Wendungen, morbid und psychotisch, verstärkt durch die Südstaatenvilla als atmosphärisches Zentrum.
Genre: Drama
Länge: 105 Min.
Regie: Don Siegel
Cast: u.a. Clint Eastwood, Geraldine Page, Elizabeth Hartman, Mae Mercer, Jo Ann Harris, Pamelyn Ferdin, Darleen Carr, Melody Thomas Scott, Peggy Drier, Patricia Mattick, Charlie Biggs, Charles G. Martin, Matt Clarke, Patrick Culliton
alt. Titel: Betrogen
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Landhaus der toten Seelen (1976)‘, Bildquelle: Landhaus der toten Seelen (1976), MGM

Landhaus der toten Seelen (1976)

Stimmungen: mysteriös, spannend

Im Horrorfilm der Siebzigerjahre war das Böse überall – sogar in einem Haus. „Landhaus der toten Seel […]

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Landhaus der toten Seelen (1976)

Im Horrorfilm der Siebzigerjahre war das Böse überall – sogar in einem Haus. „Landhaus der toten Seelen“ reiht sich ein in die Serie von Filmen à la The Exorcist“ (1973), The Omen“ (1976) oder The Sentinel“ (1977), in denen sich das Böse, Dämonische in urbane und/oder (bildungs-)bürgerliche Strukturen einschleicht. Als die Mitglieder der Familie Rolf – der Vater Ben, seine alte Tante Elizabeth, die Mutter Marian und der Sohn David – den läppischen Preis für die Miete einer phänomenalen Villa für den Sommer erfahren, da wundern sie sich, worin der Haken bestehen könnte. Für Marian nimmt die Beziehung zum Haus obsessive Züge an, am riesigen Pool blickt man immer wieder in tiefe Abgründe und im Gebäude geschehen rätselhafte Dinge – exzellenter Stoff also für einen kompakten Horrorfilm im Flair der 1970er Jahre. Karen Black und Oliver Reed wirken zunächst wie eine eigenwillige Kombination; aber da beide so herausragende Schauspieltalente sind, macht ihre Besetzung viel vom Reiz dieses Films aus. „Landhaus der toten Seelen“ entfaltet einen nahezu effektlosen Grusel, packt sein Publikum ganz primitiv bei der Neugier am Mysteriösen. Eileen Heckart und Burgess Meredith als Vermieter porträtieren ein bizarres Geschwisterpaar, das mit seiner diabolischen Liebenswürdigkeit die Leute ins Verderben lockt; Anthony James lächelt maliziös in einer Traumaphantasmagorie; und von Bette Davis, dem großen Hollywoodstar der Dreißiger, werden ihre entsetzlichen Todeskrämpfe im Bett in Erinnerung bleiben.
Genre: Horror-Drama
Länge: 116 Min.
Regie: Dan Curtis
Cast: u.a. Karen Black, Oliver Reed, Lee Montgomery, Bette Davis, Eileen Heckart, Burgess Meredith, Anthony James, Dub Taylor, Jim Myers
alt. Titel: Burnt Offerings
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚The Valdez Horses (1973)‘, Bildquelle: The Valdez Horses (1973), Produzioni De Laurentiis

The Valdez Horses (1973)

Stimmungen: melancholisch, staubig

Kochen, waschen, der behutsame Umgang mit den Pferden auf der kleinen Ranch, die Kleidung und die Körpersprache: Wie […]

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The Valdez Horses (1973)

Kochen, waschen, der behutsame Umgang mit den Pferden auf der kleinen Ranch, die Kleidung und die Körpersprache: Wie Charles Bronson hier seinen lakonischen Wildpferdzähmer spielt, würde manch anderem vermutlich als Method Acting ausgelegt werden. Wo andere Western sich ins Geschehen stürzen, nimmt sich „The Valdez Horses“ viel Zeit, eine streckenweise relativ ereignisarme Geschichte zu erzählen, wodurch man als Zuschauer aber ein Gefühl für das Leben am Rande der Zivilisation erhält. Im rauen Frontier-Jargon ist Bronsons Chino Valdez ein „Halbblut“; jedes Mal, wenn er in die nahegelegene Kleinstadt kommt, wird er das Opfer rassistischer Beleidigungen und Prügeleien. Aber erst, als er die Schwester des französischen Großgrundbesitzers Maral heiraten will, droht dieser ihm die völlige Vernichtung an. Die eigentliche Hauptfigur von „The Valdez Horses“ ist indes der Teenager Jamie, mit dem wir zu Beginn quasi in die Handlung hinein reiten. Jamie wird zu Valdez’ Ranch-Faktotum; und er ist es auch, der dem wortkargen Pferdehändler dessen warmherzigste Emotionen entlockt. Wie bei hunderten anderer Western liefern die andalusischen Täler von Almería in Spanien, wo „The Valdez Horses“ gedreht wurde, eine atmosphärische Kulisse, welche die Weite und Einsamkeit des amerikanischen Westens repräsentiert und die durch den Song „Freedom Rainbow“ und den Score von Guido und Maurizio De Angelis eine melancholische Note erhält.
Genre: Western-Drama
Länge: 93 Min.
Regie: John Sturges, Duilio Coletti
Cast: u.a. Charles Bronson, Vincent Van Patten, Jill Ireland, Marcel Bozzuffi, Fausto Tozzi, José Nieto, Ettore Manni, Melissa Chimenti, Corrado Gaipa, Diana Lorys
alt. Titel: Valdez, il mezzosangue/Chino/Wilde Pferde
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Akenfield (1974)‘, Bildquelle: Akenfield (1974), National Film Trustee Company

Akenfield (1974)

Stimmungen: britisch, dörflich, englisch, familiär, karg, ländlich, melancholisch, rural, trist

„Akenfield“ ist ein ganz und gar außergewöhnliches Projekt. Für die radikale Low-budget-Independent-Produktion wurden fast auss […]

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Akenfield (1974)

Akenfield“ ist ein ganz und gar außergewöhnliches Projekt. Für die radikale Low-budget-Independent-Produktion wurden fast ausschließlich Dorfbewohner von Suffolk gecastet. Peter Hall, selbst in Suffolk geboren, wollte unbedingt den Bestseller-Roman von Ronald Blythe, einem einheimischen Schriftsteller, verfilmen, hatte aber kein Geld und organisierte lediglich das Budget für eine Minimalbesetzung der Filmcrew. Die Laienschauspieler improvisierten ihre Szenen – was für die professionelle Filmproduktion ein Horror ist, erweist sich hier als das Herzstück von „Akenfield“: eine ganz und gar authentische Darstellung, deren Atmosphäre direkt aus dem Leben dieser Menschen kommt. Da sind die jungen und alten Landarbeiter auf der traditionsreichen Farm, die Hausfrau in ihrem Reihenhaussegment, dessen Interieur sich seltsam zwischen 18. und 20. Jahrhundert bewegt; oder das Cottage des verstorbenen Großvaters, der jahrezehntelang als Pferdebursche auf dem Hof des örtlichen Grundbesitzers gedient hat. Gezeigt wird die Volksschule mit ihrer Rohrstockpädagogik, die Arbeit beim Grundbesitzer im sozialen Klima vormoderner Gutsherrenmentalität oder die Heimkehr von der Ernte im Dunkel der hereinbrechenden Nacht. Der Mann, den wir einen Tag lang begleiten, ist der Enkel des Mannes, der zu uns aus dem Off spricht – posthum, denn heute ist die Trauerfeier. „Akenfield“ blickt in einen Winkel der englischen Gesellschaft, den Filme selten beleuchtet haben: das kleine Dorf – so winzig, dass jeder, der es einmal verlassen hat, schon als Exot und Abenteurer gilt. Zumindest in den ersten beiden Dekaden des 20. Jahrhunderts, in denen der Großvater aufwuchs, in den Ersten Weltkrieg zog und später versuchte, im Nachbarort einen Job zu finden – vergebens. „Akenfield“ ist eine im Unterton melancholische Erkundung des ruralen England und gibt ein Gefühl für die Erosion dörflicher Milieus durch den Mobilitätszuwachs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Jugend plötzlich in der Lage ist, durch Autos und Züge den engen Grenzen ihres Geburtsortes zu entkommen.
Genre: Drama
Länge: 98 Min.
Regie: Peter Hall
Cast: u.a. Garrow Shand, Peggy Cole, Barbara Tilney, Lyn Brooks, Ida Page, Ted Dedman, Mollie Dedman, Charlie Cornish, Charlie Whiting, Alan Wright, Mary Hammond, Ronald Blythe, F.O. Staddon, Stanley Baxter
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Ich glaub’, mich tritt ein Pferd (1978)‘, Bildquelle: Ich glaub’, mich tritt ein Pferd (1978), Universal

Ich glaub’, mich tritt ein Pferd (1978)

Völlig durchgeknallter Komödienklassiker über das hedonistische Campus-Leben am Ende der Siebziger: Die Delta-Verbindung ist […]

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Ich glaub’, mich tritt ein Pferd (1978)

Völlig durchgeknallter Komödienklassiker über das hedonistische Campus-Leben am Ende der Siebziger: Die Delta-Verbindung ist eine archetypische Ansammlung der miesesten Studenten am ganzen College – ausschweifende Partys und ständige Eskalationen des Chaos machen sie zur Feindin des autoritären Dekans und der elitären Nachbarverbindung.

Genre: Komödie
Länge: 109 Min.
Regie: John Landis
Cast: u.a. John Belushi, Tim Matheson, James Widdoes, Douglas Kenney, Karen Allen, Peter Riegert, Tom Hulce, John Vernon, Donald Sutherland, Joshua Daniel, Stephen Furst, Mark Metcalf, Mary Louise Weller, Otis Day, Martha Smith, James Daughton, Kevin Bacon, Bruce McGill, Verna Bloom, Sarah Holcomb, Eliza Roberts
alt. Titel: National Lampoon’s Animal House
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Bad Boys (1983)‘, Bildquelle: Bad Boys (1983), EMI Films, Canal+, Image UK

Bad Boys (1983)

Stimmungen: jugendlich, kriminell

Ein Gangsterfilm, aber die Gangster sind Kinder und Jugendliche. Sie ziehen durch die Straßen von Chicago […]

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Bad Boys (1983)

Ein Gangsterfilm, aber die Gangster sind Kinder und Jugendliche. Sie ziehen durch die Straßen von Chicago – der Wiege des Gangsterfilms –, bis an die Zähne bewaffnet, um irgendwann im Leichensack oder im Gefängnis zu landen. „Bad Boys“ zeigt den jungen Sean Penn als minderjährigen Verbrecher, der nur seines Alters wegen in den Jugendknast gesteckt wird. Die Rehabilitationsanstalt ist ein mieses Loch, in dem sich die Delinquenten in ihre kriminelle Lebenswelt nur noch vertiefen, statt ihr endlich zu entrinnen – denn nur wer sich im Drohen, Manipulieren, Erpressen, in Schlägen und in Tritten versiert zeigt, wird sich in der beinharten Hierarchie behaupten. Seine stärksten Momente hat „Bad Boys“, wenn er die jungen Straßengangs mit ihren Waffen in ihrer abgeklärten, tödlichen Kriminalität zeigt. Penns milchgesichtiger Mick O’Brien verkörpert den jungen Menschen, der noch ein letztes Mal vor der Wahl steht, sein Leben zu ändern, in einem archaischen Umfeld, das ihn immer weiter auf die schiefe Bahn führt.
Genre: Gefängnisdrama
Länge: 118 Min.
Regie: Rick Rosenthal
Cast: u.a. Sean Penn, Esai Morales, Reni Santoni, Eric Gurry, Clancy Brown, Ally Sheedy, Jim Moody, Robert Lee Rush, John Zenda, Tony Mockus Jr., Dean Fortunato, Alan Ruck
alt. Titel: Bad Boys – Klein und gefährlich
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Das dreifache Echo (1972)‘, Bildquelle: Das dreifache Echo (1972), HandMade Films, Senta Prod.

Das dreifache Echo (1972)

Stimmungen: aggressiv, amourös, britisch, englisch, klaustrophobisch, ländlich

Der Bauernhof im englischen Wiltshire ist so abgelegen, dass die Weite der Umgebung, ei […]

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Das dreifache Echo (1972)

Der Bauernhof im englischen Wiltshire ist so abgelegen, dass die Weite der Umgebung, einer grasbewachsenen Hügellandschaft mit sporadischen Waldeinschnitten, das Leben auf dem Gut wie eine klaustrophobische Isolation wirken lässt. Diese paradoxe Verbindung erhält eine surreale Note durch das Wrack einer im Wald abgestürzten „Stuka“, die als stummes Monument an das tobende Kriegsgeschehen gemahnt, wodurch die friedliche Landluft gleich noch einmal paradoxer erscheint. Alice Charlesworth bewirtschaftet den Hof notgedrungen alleine, da ihr Mann in japanischer Kriegsgefangenschaft vegetiert. Ihre spärlichen Rationen bessert sie mit Dutzenden Eiern ihrer Hühner auf, die sie im Krämerladen des nahegelegenen Dorfes tauscht. Glenda Jackson spielt die Frau mit einem pragmatischen Gesicht, in das sich manchmal die unterdrückte Lebensfreude mischt. Der Zweite Weltkrieg und die Homefront bilden das Hintergrundrauschen von „Das dreifache Echo“ – eine fiktive Geschichte, die tatsächlich im Zweiten Weltkrieg im Kopf des britischen Schriftstellers H.E. Bates entstand, aber 25 Jahre lang ihrer Fertigstellung harrte. Die im Film perfekt eingefangene Einsamkeit durchbricht eines Tages der in der Nähe stationierte Artilleriesoldat Barton, der immer häufiger vorbeischaut, irgendwann bleiben will und schließlich desertiert. Charlesworth versteckt den Fahnenflüchtigen und gibt ihn als ihre jüngere Schwester Jill aus – weshalb er sich zu schminken und Frauenkleidung zu tragen hat. Die anfänglich unbeschwerte Romanze weicht einer zunehmenden Aggression im Innern des Bauernhaues, das nun immer enger wird. Und als ein Sergeant von der Militärpolizei auf der Suche nach einer Begleitung für den Weihnachtstanz und anschließendem Liebesspiel auftaucht, bricht die ultimative Bedrohung über Alice und Barton herein. Diesen frivolen Mann mit seinen derben Sprüchen und der Soldateska-Menatlität spielt Oliver Reed mit einer detaillierten Körpersprache, von der vom ersten Moment an Gefahr ausgeht. „Das dreifache Echo“ ist eine originelle Variation der zerstörerischen Wirkung von Eindringlingen auf ein isoliertes Soziotop.
Genre: Drama
Länge: 93 Min.
Regie: Michael Apted
Cast: u.a. Glenda Jackson, Brian Deacon, Oliver Reed, Gavin Richards, Daphne Heard, Jenny Lee Wright
alt. Titel: The Triple Echo
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Vor uns die Hölle (1959)‘, Bildquelle: Vor uns die Hölle (1959), Hammer Film Productions

Vor uns die Hölle (1959)

Stimmungen: karg, spannend, trist

Eric Koertner steht in einem der unzähligen Schuttberge des völlig zerstörten Berlin, vor ihm eine massive Bombe, die in den Trümmern steckt […]

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Vor uns die Hölle (1959)

Eric Koertner steht in einem der unzähligen Schuttberge des völlig zerstörten Berlin, vor ihm eine massive Bombe, die in den Trümmern steckt – ein Blindgänger, der jetzt eiligst mit simplen Hilfsmitteln und Nerven aus Stahl entschärft werden muss. Mit Ausnahme des Schreis einer schwarzen Katze ist minutenlang in der Ruine nur das Klappern der Ziegel und das Klicken und Quietschen der Werkzeuge zu hören – eine der spannendsten Szenen des Fünfzigerjahre-Kinos. „Vor uns die Hölle“ spielt in einer deutschen Trümmerlandschaft, die meisten Szenen nahezu menschenleer, obwohl die Szenerie doch das einstige Groß-Berlin ist. Koertner und sein Team sind eine Truppe von Wehrmacht-Outcasts, die im Krieg einem Himmelfahrtskommando zugeteilt wurden, statt ins KZ geschickt zu werden. Sie haben überlebt, kommen in der einstigen Reichshauptstadt als Entwurzelte an und lassen sich von einem britischen Major rekrutieren, um mit der Kompetenz Geld zu verdienen, die ihnen der Krieg gegeben hat und die nun gefragt ist: Bombenentschärfung – ihr Überlebenskampf geht weiter. Ein Pakt wird geschlossen, dass nach spätestens drei Monaten die Überlebenden das in den Wett-Topf eingezahlte Geld der Toten bekommen sollen. Eine britische Tausendpfundbombe mit einer mysteriösen Doppelzündervorrichtung, die unerbittlich das Entschärfungsteam dezimiert, wird zur Nemesis der beiden Protagonisten, den Widersachern Koertner und seinem Kameraden Karl Wirtz – ein Kampf zwischen Mitmenschlichkeit und Egoismus, ein Signum der Nachkriegszeit. Das Thema von „Vor uns die Hölle“ ist denkbar düster: Wann immer im Hauptquartier der Bombenentschärfer das Telefon schrillt, mag der nächste Tod bevorstehen. Regisseur Robert Aldrich nutzt viele Close-ups, um sein Publikum ganz nah an Menschen in Extremsituationen zu bringen. Jack Palance mit seiner sanften Stimme, die nie so recht zu dem markanten Gesicht passen will, liefert eine Performance, bei der man sich einmal mehr wundert, weshalb er erst im hohen Alter, mit seinem „City Slickers“-„Oscar“ in den frühen Neunzigern zu Weltruhm und Hollywoodwürden kam; und weshalb er den Film, die Rolle nicht mochte, sich schließlich mit Aldrich nach mehreren gemeinsamen Filmen überwarf. Aldrich wiederum haderte mit seinem Werk, empfand ihn als vom Studio verstümmelt, nachdem eine halbe Stunde weggeschnitten worden war, ließ sich sogar als Produzent aus den Credits streichen – nichtsdestotrotz ist es ein packender Film, der die triste Stimmung melancholischer Verlorenheit einfängt. Gedreht in den Ruinen Berlins, ist „Vor uns die Hölle“ aber vor allem ein beklemmendes Zeitzeugnis.
Genre: Drama
Länge: 94 Min.
Regie: Robert Aldrich
Cast: u.a. Jack Palance, Jeff Chandler, Martine Carol, Virginia Baker, Robert Cornthwaite, Dave Willock, Wesley Addy, Jim Goodwin, Richard Wattis, Charles Nolte
alt. Titel: Ten Seconds to Hell
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚Eine auswärtige Affäre (1948)‘, Bildquelle: Eine auswärtige Affäre (1948), Paramount Pictures, EMKA

Eine auswärtige Affäre (1948)

Stimmungen: amourös, dunkel, düster

Im tristen Nachkriegsberlin blüht der Schwarzmarkt, die […]

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Eine auswärtige Affäre (1948)

Im tristen Nachkriegsberlin blüht der Schwarzmarkt, die Soldaten der Besatzungsmächte fraternisieren fröhlich mit den Fräulein und die Entnazifizierung wird mal mehr, mal weniger konsequent betrieben. Dass Captain Pringle der Sängerin von Schlütow eine Matratze in deren baufälliges Appartement schleppt, für komfortablere Liebesabenteuer, ist einer der Vorgänge, den sich die hyperkorrekte Kongressabgeordnete Phoebe Frost vorknüpfen will – die Republikanerin aus Iowa, dem US-amerikanischen Heartland, ist in die im NS-Wahnsinn untergegangene Stadt gereist, um als Mitglied eines Komitees die Moral der Truppe zu begutachten. Ähnlich wie Fives Graves to Cairo entzieht sich auch dieses Billy-Wilder-Werk simplen Genrezuordnungen. Die Dialoge sind messerscharf und witzig, auch viele Szenen stecken voller Romcom-Charme. Hingegen zwei der besten Sequenzen des Films sind voller Finsternis: In der einen verströmt eine Gesangsperformance der Dietrich im Nachtclub „Lorelei“ die morbide Atmosphäre des Nachkriegselends; und in der anderen sieht man durch ein Schattenloch die Tränen eines fürchterlich enttäuschten Menschen nach der Konfrontation mit einer bitteren Erkenntnis rinnen. Und schließlich die permanente Kulisse des Films: die Ruinen der völlig zerbombten Ex-Reichshauptstadt Berlin, die heute – so viele Jahrzehnte später – einen besonders beklemmenden Eindruck hinterlassen. Das ist ohnehin das eigentlich Faszinierende an „Eine auswärtige Affäre“: Weil Wilder mit dem Film auch seine drastischen Eindrücke, die sich 1945 bei seinem Nachkriegsbesuch in Berlin in seinem Kopf festgebrannt hatte, dokumentiert er die heillose Verwüstung der Trümmerstadt.
Genre: Dramatische Komödie
Länge: 116 Min.
Regie: Billy Wilder
Cast: u.a. Jean Arthur, Marlene Dietrich, John Lund, Millard Mitchell, Stanley Prager, William Murphy, Peter von Zerneck, Raymond Bond, Boyd Davis, Robert Malcolm, Charles Meredith, Michael Raffetto, George M. Carleton, Otto Waldis
alt. Titel: A Foreign Affair
Text verfasst von: Robert Lorenz
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Szene aus ‚The Lonely Passion of Judith Hearne (1987)‘, Bildquelle: The Lonely Passion of Judith Hearne (1987), HandMade Films

The Lonely Passion of Judith Hearne (1987)

Stimmungen: pessimistisch, tragisch

Sie ist ein Fake, diese Judith Hearne, die mit ihren großbürgerlichen Floskeln und Manieren einen Schein wahrt, unter dem sich ein gescheiterter Mensch ver […]

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The Lonely Passion of Judith Hearne (1987)

Sie ist ein Fake, diese Judith Hearne, die mit ihren großbürgerlichen Floskeln und Manieren einen Schein wahrt, unter dem sich ein gescheiterter Mensch verbirgt, den langsam die Einsamkeit zu absorbieren scheint. Die Juwelen an ihrer Hand sind mehr Relikte einer verheißungsvollen Vergangenheit als Nichte einer reichen Tante denn Symbole der Gegenwart, schon gar keine Versprechen auf die Zukunft. Sie hält sich als Klavierlehrerin in Dublin über Wasser, aber ihre gelegentlichen Whiskyeskapaden diskreditieren sie bei den Eltern der kleinen Kinder, die sie unterrichtet. Maggie Smith liefert mit ihrer Begabung für tragische Leinwandexistenzen in „The Lonely Passion of Judith Hearne“ eine ihrer größten Performances ab, als eine Frau, die große Teile ihres Lebens vergeudet hat: an eine tyrannische Tante (ebenfalls stark: Wendy Hiller), an die Dogmen der katholischen Kirche, an wertlose Gepflogenheiten. Ihr innerer Zorn offenbart sich erst im hässlichen Moment des Kontrollverlusts, wenn ihr der Alkohol, von dem sie sich doch bloß nur ein Schlückchen genehmigen wollte, Tiraden und Gehässigkeiten entlockt. In einem der Boarding-Houses, durch die Judith Hearne nomadisiert, herrscht eine bedrückende Charles-Dickens-Atmosphäre – die Landlady, die mit ungemein präzisen Anspielungen schwache Gemüter provoziert und demütigt, und ihr dicklicher Sohn, der wie ein Putte aus der Hölle daherkommt, sich aber als künftiger Poet sieht, der noch einige Jahre an seinem Epos zu schreiben hat. „The Lonely Passion of Judith Hearne“ ist einer der großen Schauspielfilme, bei dem die potenziell interessante Umgebung – Dublin in den Fünfzigern – völlig vor den Performances verblasst; und er ist eine bittere Studie über Einsamkeit, Sehnsüchte und Scheitern.
Genre: Drama
Länge: 116 Min.
Regie: Jack Clayton
Cast: u.a. Maggie Smith, Bob Hoskins, Marie Kean, Ian McNeice, Wendy Hiller, Rudi Davies, Alan Devlin, Prunella Scales, Áine Ní Mhuirí, Kate Binchy, Sheila Reid, Niall Buggy, Veronica Quilligan, Frank Egerton
Text verfasst von: Robert Lorenz
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