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Shortcuts: Prägnante Film-Reviews in wenigen Sätzen.

Szene aus ‚Katzenmenschen (1982)‘, Bildquelle: Katzenmenschen (1982), Universal, Austro Mechana

Katzenmenschen (1982)

Stimmungen: amourös, animalisch, blutig, brutal, dunkel, enigmatisch, geheimnisvoll, mysteriös, sexuell, spannend

New-Orleans-Filme haben meistens eine ganz spezifische, mystische Aura – umgibt doch die alten Gebäude etwas Ok […]

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Katzenmenschen (1982)

New-Orleans-Filme haben meistens eine ganz spezifische, mystische Aura – umgibt doch die alten Gebäude etwas Okkultues, Geheimnisvolles. Insofern ist der Schauplatz für diese dunkle Kinofantasie gut gewählt, in der sich Menschen in schwarze Raubkatzen verwandeln können und quasi zum Morden verdammt sind, da sie zwischen ihren Körperzuständen nur durch Sex und Beutefang hin- und herwechseln können. Kommerziell war die dunkle Ailuranthropie damals ein Flop, aber das dürftige Einspielergebnis wird der Qualität des Films nicht gerecht. Abseits punktuell sehr brutaler Szenen hat „Katzenmenschen“ eine stimmungsvolle Bildsprache, die hervorragend zur exzentrischen Story passt und akustisch um Giorgio Moroders aggressiv-enigmatische Synthie-Klänge ergänzt wird. Die Besetzung ist gelungen: Nastassja Kinski als der Neuankömmling, der mit einer extremen Erkenntnis konfrontiert wird; John Heard als verliebter Zoodirektor und Malcolm McDowell als geheimnisvoll-psychopathischer Grenzgänger. Katzenmenschen“ ist ein Remake des Originals von 1942.
Genre: Mystery-Thriller
Länge: 118 Min.
Regie: Paul Schrader
Cast: u.a. Nastassja Kinski, John Heard, Malcolm McDowell, Annette O’Toole, Ruby Dee, Ed Begley Jr., Scott Paulin, Frankie Faison, Emery Hollier
alt. Titel: Cat People
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Szene aus ‚Katzenmenschen (1942)‘, Bildquelle: Katzenmenschen (1942), RKO Radio Pictures

Katzenmenschen (1942)

Stimmungen: enigmatisch, finster, geheimnisvoll, mysteriös

Die Zahl an Horrorfilmen, wie der technischen Schranken ihrer Zeit wegen veraltet, unfreiwillig komisch, manchmal sogar lachhaft wirken, ist Legion. Von seinem Alter her liefe „ […]

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Katzenmenschen (1942)

Die Zahl an Horrorfilmen, wie der technischen Schranken ihrer Zeit wegen veraltet, unfreiwillig komisch, manchmal sogar lachhaft wirken, ist Legion. Von seinem Alter her liefe „Katzenmenschen“ unmittelbar Gefahr, in diese Kategorie zu geraten; aber das Gegenteil ist der Fall: Jacques Tourneurs Mystery-Werk zehrt seine ganze Kraft gerade aus dem Verzicht auf derlei Effekte – der Film ist berühmt dafür, die schrecklichen Szenen nicht explizit darzustellen, sondern nur anzudeuten und sie der Fantasie seines Publikums anheimzustellen. Die Story von der serbischen Immigrantin Irena, die den Durchschnittsamerikaner Oliver heiratet, aber – ein delikates Thema für die verklemmte Hollywood-Ära des Production Code – nicht mit ihm schläft, wird hier mysteriös aufgeladen durch Irenas Furcht, sich beim Liebesakt in eine tödliche Raubkatze zu verwandeln. Und noch eine andere Sache macht diesen Werkatzen-Film so stark: Die latent archaische, hinterwäldlerisch erscheinende Dimension einer Volkssage aus mutmaßlich rückschrittlichen Regionen tief in der „alten Welt“ konfrontiert hier die Großstadt New York, vielleicht die fortschrittlichste, vibranteste Metropole der Welt. 1982 gab es ein Remake von „Katzenmenschen.
Genre: Thriller-Drama
Länge: 73 Min.
Regie: Jacques Tourneur
Cast: u.a. Simone Simon, Kent Smith, Jane Rudolph, Tom Conway, Alec Craig, Elizabeth Dunne, Jack Holt, Elizabeth Russell
alt. Titel: Cat People
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Szene aus ‚Long Shot (1978)‘, Bildquelle: Long Shot (1978), Mithras Films

Long Shot (1978)

Stimmung: turbulent

Mehr im Stil einer Dokumentation denn eines Spielfilms zeigt „Long Shot“ die ernüchternde Banalität des Filme […]

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Long Shot (1978)

Mehr im Stil einer Dokumentation denn eines Spielfilms zeigt „Long Shot“ die ernüchternde Banalität des Filmemachens – jedenfalls des Versuchs, ein Filmprojekt auf die Beine zu stellen. Filmproduzent Charlie und Drehbuchautor Neville (Charles Gormley und Neville Smith, die hier Versionen ihrer selbst spielen) sind nach Edinburgh gereist, um auf dem gerade beginnenden Filmfestival den US-Regisseur Sam Fuller für ihr neues Projekt zu gewinnen – Fuller kreuzt freilich gar nicht erst auf und die beiden Novizen hasten durch die Stadt, um namhafte Regisseure zu überreden (Wim Wenders, John Boorman und William Forsythe haben Cameos, auch Susannah York tritt bei einer Theaterprobe als sie selbst auf). In ihren Gesprächen mit potenziellen Regisseuren und Geldgebern offenbart sich die Mühsal der Vorgänge hinter den Kulissen, die mit ihrer ernüchternden Gedankenlosigkeit dem Künstlerischen seine Substanz zu rauben scheint.
Genre: Satire
Länge: 85 Min.
Regie: Maurice Hatton
Cast: u.a. Charles Gormley, Neville Smith, Ann Zelda, Suzanne Danielle, Wim Wenders, Susannah York, John Boorman, Ron Taylor, David Stone, Jim Haines, Stephen Frears, Maurice Bulbulian, Alan Bennett, Dennis Selinger, Sanford Lieberson
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Szene aus ‚Die Liebenden (1958)‘, Bildquelle: Die Liebenden (1958), Nouvelle Editions de Films NEF., Studiocanal

Die Liebenden (1958)

Stimmungen: amourös, düster, eskapistisch, frivol, großbürgerlich, luxuriös

Den Ennui im Gesicht der reichen Jeanne Tournier, mit dem sie die Perlenkette in ihrer Klunkerschatulle betrachtet, kann vielleicht nur […]

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Die Liebenden (1958)

Den Ennui im Gesicht der reichen Jeanne Tournier, mit dem sie die Perlenkette in ihrer Klunkerschatulle betrachtet, kann vielleicht nur Jeanne Moreau so ausdrücken wie in „Die Liebenden“ – dem Film, mit dem sie so souverän auf der Nouvelle Vague ritt und zum Star wurde. Diese Jeanne Tournier ist die Ehefrau eines wohlhabenden Zeitungsverlegers; und die Ehe, wie sie Louis Malle hier zeigt, ist eine trostlose Hülse voller Monotonie, aus der Jeanne immer häufiger nach Paris flieht, wo ihr der High-Society-Chic ihrer Freundin Maggy die reizvollere Alternative bieten. In Frankreich haben die Regisseure ja mit großer Lust die bürgerlichen Institutionen attackiert, aber hier werden Ehe und Elternschaft gründlich demoliert. „Die Liebenden“ war ein bombastischer Erfolg, etablierte Louis Malle als wichtigen Regisseur und machte Jeanne Moreau zum international bekannten Star. Dass die Zuschauer in die Kinosäle strömten und die Kritiker sich in Elogen ergingen, zeigte die Offenheit der Gesellschaft für Ehebruch und egoistischen Eskapismus; und vielleicht lag es auch an der einen Szene, die Zensoren und Moralapostel auf den Plan rief: in der Jeanne Moreaus Protagonistin mit nackter Brust den Cunnilingus ihres Liebhabers genießt, was für einen Film des Jahres 1958 – als ein heutzutage als abgehangener Schinken empfundener Klassiker à la „Ben Hur“ (1959) noch ausstand – geradezu unerhört war. Das stattliche Haus, das die Tourniers im Burgund bewohnen, ist außen zeitlos erhaben und hell; aber im Innern zeigt Malle es im optischen Klima eines finsteren Gefängnisfilms – und darin manifestiert sich die Ehe als lebenslängliche Internierung für alle, die nicht den Versuch wagen, auszubrechen und für immer zu entkommen.
Genre: Drama
Länge: 91 Min.
Regie: Louis Malle
Cast: u.a. Jeanne Moreau, Jean-Marc Bory, Alain Cuny, Judith Magre, José Luis de Vilallonga, Gaston Modot, Michèle Girardon, Lucienne Hamon, Patricia Maurin
alt. Titel: Les amants
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Szene aus ‚Horror Express (1972)‘, Bildquelle: Horror Express (1972), Motion Picture Holdings, TV Matters B.V. assigned, Scotia International

Horror Express (1972)

Stimmungen: blutig, britisch, englisch, mörderisch

„Horror Express“ ist sicherlich keiner der zehn, zwanzig besten Horrorstreifen, aber eine formidable Repräsentation eines spezifischen Segments des Horrorgenres […]

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Horror Express (1972)

Horror Express“ ist sicherlich keiner der zehn, zwanzig besten Horrorstreifen, aber eine formidable Repräsentation eines spezifischen Segments des Horrorgenres – mit seinem historischen Flair (ein Zug der transsibirischen Eisenbahn, unterwegs von Shanghai nach Moskau, als hauptsächlicher Handlungsort) und einer gewissen Genre-Nostalgie, die sich vor allem im visuellen Klima der 1960er Jahre und der Besetzung mit Christopher Lee und Peter Cushing manifestiert. Die Hammer-Films-Veteranen Lee und Cushing bilden ja ohnehin eine Art Horroraristokratie und heben jede noch so karge Low budget-Produktion allein mit ihrer schieren Präsenz auf ein höheres Level. Dabei ist der „Horror Express“ sogar erstaunlich gut gealtert – vermutlich, da Zugabteile ohnehin etwas von Studiokulissen haben. Lee ist ein britischer Anthropologe, der aus der Mandschurei einen Kadaver exportiert, gefunden in einer eisigen Höhle und Vehikel einer außerirdischen Lebensform, die in dem Zug mörderisches Unheil anrichten wird; Cushing ist ein Landsmann und ebenfalls Wissenschaftler, die Flinte bald im Anschlag; und als Bonus taucht irgendwann Telly Savalas als Kosakenhauptmann Kazan auf – ein exzentrischer Psychopath, der mit einer Handvoll Männer den Zug besteigt und für Eliten, wie Akademiker und Adlige, nichts als Verachtung übrig hat.
Genre: Horror-Thriller
Länge: 88 Min.
Regie: Eugenio Martín
Cast: u.a. Christopher Lee, Peter Cushing, Alberto de Mendoza, Silvia Tortosa, Julio Peña, Ángel del Pozo, Helga Liné, Telly Savalas, George Rigaud, Alice Reinheart, José Jaspe, Barta Barri
alt. Titel: Pánico en el Transiberiano
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Szene aus ‚Born Yesterday (1950)‘, Bildquelle: Born Yesterday (1950), Columbia Pictures

Born Yesterday (1950)

„Born Yesterday“ ist ein Kammerspiel, das sich nahezu vollständig in einer Luxussuite zuträgt; bei solchen Filmen kommt es auf die Performances an, und […]

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Born Yesterday (1950)

Born Yesterday“ ist ein Kammerspiel, das sich nahezu vollständig in einer Luxussuite zuträgt; bei solchen Filmen kommt es auf die Performances an, und die sind hier durchweg gelungen. Broderick Crawford brilliert mit heiserer Krawallstimme als windiger Geschäftsmann, der sein Geld mit allerhand Betrügereien verdient und nach Washington gekommen ist, um sich politische Macht zu kaufen. Damit seine ungebildete Verlobte in der Hauptstadt gesellschaftsfähig wird, engagiert er als deren Tutor einen Journalisten. Eigentlich war sie nur der Ersatz für Rita Hayworth, die abgesagt hatte; doch für ihre Rolle der bloß vermeintlich stupiden Blondine gewann Judy Holliday mit einer in der Tat glänzenden Schauspielleistung damals den „Oscar“.
Genre: Komödie
Länge: 103 Min.
Regie: George Cukor
Cast: u.a. Judy Holliday, William Holden, Broderick Crawford, Howard St. John, Frank Otto, Larry Oliver, Claire Carleton, Grandon Rhodes
alt. Titel: Die ist nicht von gestern
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Szene aus ‚Versuchung auf 809 (1952)‘, Bildquelle: Versuchung auf 809 (1952), Twentieth Century-Fox

Versuchung auf 809 (1952)

Stimmung: psychotisch

In ihrer ersten wirklich großen Rolle war ausgerechnet die Frau, die fortan wie vielleicht keine Zweite das Traumhafte an der Traumfabrik, die Illusion makelloser Schönheit und a […]

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Versuchung auf 809 (1952)

In ihrer ersten wirklich großen Rolle war ausgerechnet die Frau, die fortan wie vielleicht keine Zweite das Traumhafte an der Traumfabrik, die Illusion makelloser Schönheit und amouröser Perfkektion buchstäblich verkörperte – Marilyn Monroe – eine gefährliche Psychotikerin, die als Babysitterin in einem Hotelzimmer über ein kleines Mädchen wachen soll, zu deren größter Bedrohung ayllerdings sie selbst wird. So wie in „Versuchung auf 809“ sah man die Monroe nie wieder, in der Tiefe persönlicher Tragik nur noch in ihrem letzten Film, „The Misfits“ (1961). An ihrer Seite spielt Richard Widmark, damals noch der größere Star, als fescher Kerl mit kalter Schulter – ein Hotelnachbar, der sie im Fenster beobachtet, mit ihr flirtet und kurzerhand, vom Drehbuch nur unwesentlich kaschiert, bei ihr zum schnellen One-Night-Stand vorbeischauen will, ehe er das Ausmaß ihrer seelischen Zerrüttung erkennt. Anne Bancroft ist in ihrer ersten Rolle zu sehen; als Sängerin unterhält sie die Gäste in der Hotellobby, und eigentlich ist sie in Widmarks Egoisten verliebt, dem sie aber seine Empathielosigkeit nicht verzeihen kann. Inszeniert wird sie hier, als habe das Studio damals mit Bancroft noch eine Monroe-ähnliche Karriere geplant und erst später ihre ganz anders gelagerten Begabungen entdeckt. Die Schnelligkeit, mit der „Versuchung auf 809“ binnen kürzester Zeit eine ungeheure Spannung entfaltet, passt zu der Enge des Hotelzimmers, in dem der größte Teil des Films spielt.
Genre: Thriller-Drama
Länge: 79 Min.
Regie: Roy Baker
Cast: u.a. Richard Widmark, Marilyn Monroe, Anne Bancroft, Donna Corcoran, Elisha Cook Jr., Lurene Tuttle, Verna Felton, Willis Bouchey, Jeanne Cagney, Jim Backus, Michael Ross, Don Beddoe, Gloria Blondell, Olan Soule, Dick Cogan
alt. Titel: Don’t Bother to Knock
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Szene aus ‚Wie ein Panther in der Nacht (1973)‘, Bildquelle: Wie ein Panther in der Nacht (1973), Columbia Pictures

Wie ein Panther in der Nacht (1973)

Stimmungen: dunkel, großstädtisch, kriminell, nächtlich, urban

Eddie Ryan, NYPD-Detective, verliert wegen seiner rassistischen Attitüde seinen Job, nachdem ein Latino-Gangster im Zweikampf vom Dach in den Tod gestürzt […]

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Wie ein Panther in der Nacht (1973)

Eddie Ryan, NYPD-Detective, verliert wegen seiner rassistischen Attitüde seinen Job, nachdem ein Latino-Gangster im Zweikampf vom Dach in den Tod gestürzt ist. Kurz darauf wird Ryans Ex-Partner GiGi Caputo ermordet, und Ryan schmeißt seinen neuen Job als Barkeeper hin, um die Hintermänner zur Strecke zu bringen. Ryans Ermittlung auf eigene Faust gerät zu einer lebensgefährlichen Obsession. „Wie ein Panther in der Nacht“ beruht auf den Memoiren von Eddie Egan, einem Teufelskerl, der als Cop in den 1950er und 1960er Jahren mehr als 8.000 Verhaftungen verbuchte und 1961 einen Drogenring sprengte – Gene Hackmans „Popeye“ Doyle aus French Connection“ (1971) basiert auf Egan. Und ebendieser Egan spielt in „Wie ein Panther in der Nacht“ einen Lieutenant – so routiniert, als wäre er ein Schauspielveteran. „Wie ein Panther in der Nacht“ ist kein konsistent herausragender Film, stattdessen sind es einzelne Szenen und Sequenzen, Charaktere und Perspektiven, die ihn als Mosaik sehenswert machen – Robert Duvall (ungefähr die Hälfte des Films mit einem Gipsarm unterwegs auf bewaffneten Verfolgungsjagden, in Kämpfen und Shootouts), wie er im Wald seine Schießkünste trainiert, wie er durch die New Yorker Nacht schleicht oder wie er auf der Flucht vor einem Schlägertrupp einen Bus kapert und samt Fahrgästen eine irre Fahrt durch die Stadt hinlegt. Der Ex-Marine ist ein wehrhafter Solitär, der mit seiner Hartnäckigkeit ein mächtiges Kollektiv erschüttert und dort reüssiert, wo die Institutionen nicht weiterkommen; aber er ist auch eine unscheinbare Figur, die Duvall mit lichtem Harr und Bierbauch ganz und gar uneitel porträtiert. „Wie ein Panther in der Nacht“ ist ein düsteres Porträt des menschlichen Zerstörungspotenzials der Großstadt, und die zahllosen New-York-Locations verdichten sich zur stickigen Atmosphäre einer kriminell unterminierten Urbanität.
Genre: Kriminal-Thriller
Länge: 116 Min.
Regie: Howard W. Koch
Cast: u.a. Robert Duvall, Verna Bloom, Henry Darrow, Felipe Luciano, Eddie Egan,Tina Cristiani, Marina Durell, Chico Martínez, Jose Duvall, Louis Cosentino, Nubia Olivero, Pete Hamill, Luis Avalos, John Marriott
alt. Titel: Badge 373
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Szene aus ‚Sunday Bloody Sunday (1971)‘, Bildquelle: Sunday Bloody Sunday (1971), Vectia Films

Sunday Bloody Sunday (1971)

Stimmungen: amourös, britisch, englisch, großstädtisch, urban

Wie als Reminiszenz an das englische Kitchen sink drama sieht man in den ersten zehn Minuten eine Spüle mit […]

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Sunday Bloody Sunday (1971)

Wie als Reminiszenz an das englische Kitchen sink drama sieht man in den ersten zehn Minuten eine Spüle mit schmutzigem Geschirr. Immer wieder findet John Schlesinger, der Regisseur, in den Szenen von „Sunday Bloody Sunday“ sensible Blicke für das zeitgenössische Leben, etwa die nächtlichen Rollerskater in der verregneten Innenstadt und auch die Junkies, die ihre überdosierten Kumpels durch die Straßen schleppen oder in der Apotheke warten. Vorsichtig lässt er die Kamera die Kabel einer Telefonzentrale entlang wandern, die im Film im Zentrum eines Beziehungsnetzes steht und in der immer wieder die Anliegen der Großstadtmenschen zusammenlaufen – inzwischen natürlich längst ein vollkommen anachronistisches Bild. Die Story indes ist selbst heute noch progressiv: „Sunday Bloody Sunday“ dreht sich um die Dreiecksbeziehung zwischen Alex – einer Frau, die sich von ihrem Upperclass-Elternhaus abgewandt hat, aber von ihrem Bürojob in einer Karrierevermittlungsagentur frustriert ist –; dem arrivierten Arzt Daniel, der auf dem Bar-Mitzwa-Fest seiner Familie einmal mehr seine Homosexualität verbergen muss; und im Zentrum dem bisexuellen Bob, einem hedonistischen Erfinder ohne Bindungsabsichten, der davon profitiert, dass ihm die anderen beiden emotional verfallen sind. Als äußerst stimmungsvolle Kulisse des Films dient das London nach dem Ende der Swinging Sixties, dessen Verheißungen hier mehr wie ein Kater denn ein Traum nachwirken; und ganz en passant umarmen sich in „Sunday Bloody SundayPeter Finch und Murray Head zum ersten schwulen Leinwandkuss der britischen Filmgeschichte.
Genre: Drama
Länge: 110 Min.
Regie: John Schlesinger
Cast: u.a. Peter Finch, Glenda Jackson, Murray Head, Bessie Love, Vivian Pickles, Frank Windsor, Tony Britton, Peggy Ashcroft, Maurice Denham, Kimi Tallmadge, Thomas Baptiste, June Brown, Richard Pearson, Hannah Norbert, Harold Goldblatt, Marie Burke
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Szene aus ‚Giganten (1956)‘, Bildquelle: Giganten (1956), Giant Productions

Giganten (1956)

Stimmungen: familiär, staubig, texanisch, warm

Ausgerechnet eine der großen Hollywoodtragödien war für „Giganten“ quasi eine Erfolgsgarantie. Als der Film in die Kinos kam, war […]

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Giganten (1956)

Ausgerechnet eine der großen Hollywoodtragödien war für „Giganten“ quasi eine Erfolgsgarantie. Als der Film in die Kinos kam, war James Dean bereits eine Legende. Ein Jahr zuvor hatte ihn ein Autounfall aus dem Leben gerissen, wodurch „Giganten“ das letzte von insgesamt ohnehin nur drei Werken war, die auf immer und ewig mit James Dean verbunden sein werden. Aber auch so ist „Giganten“ ein Klassiker aus dem Hollywoodkanon, mit seiner Geschichte, die sich über ein Vierteljahrhundert erstreckt, und seiner Laufzeit von fast dreieinhalb Stunden von epischem Format. Rock Hudson spielt Jordan „Bick“ Benedict Jr., einen stolzen Rancher aus Texas, der über 200.000 Hektar Land herrscht. Der testosterongeladene Chauvinist heiratet ausgerechnet eine emanzipierte Ostküstenfrau, die mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Bildung unter den Texanern von der ersten Sekunde an eine Exotin ist, weil sie an politischen Gesprächen teilnehmen will und sich nicht unterbuttern lässt; die Whiskey-selige Männerrunde ihres Ehegatten überzieht sie mit entwaffnendem Spott – rhetorisch und intellektuell ist sie allen anderen überlegen. Elizabeth Taylor, in deren Stimme sich mit fortschreitendem Film ein immer stärkerer Texasakzent mischt, erweist sich als gelungene Besetzung für die Rolle der kultivierten Neoaristokratin aus dem Großbürgertum von Maryland, die 25 Jahre lang unablässig ihren Ehemann in seinem Machogehabe zügelt und schließlich zähmt. Überhaupt ist „Giganten“ ein Film der Transformationen: Neben Liz Taylors Frau und Mutter, die sich allmählich in eine Texanerin verwandelt, sind da noch James Dean als der kleine Hilfsarbeiter Jett Rink, der zum Multimillionär und Ölbaron aufsteigt; der kraftstrotzende Großgrunddynast Bick Benedict (in manchem eine Blaupause des späteren Bobby Ewing aus „Dallas“), der vom unbeirrbaren Viehbaron zum gemütlichen, leicht dickbäuchigen Familienpatriarchen wird und den Cash flow seiner Ölfelder genießt, während die meisten seiner Prinzipien an die Renovierung des US-amerikanischen Wertehaushaltes durch seine Kinder verloren gegangen sind – ein Rassist, der anfangs die mexikanischen Bediensteten als „wetbacks“ diffamiert, um sich am Ende für ebendiese Minderheit zu prügeln. Zu sehen sind außerdem der ganz junge Dennis Hopper, bei seinem ersten Anlauf zu einer Hollywoodkarriere, als eigensinniger Sohn, der gleich reihenweise Traditionsbrüche begeht, indem er eine Mexikanerin heiratet und Arzt wird, statt wie sein Vater und Großvater die Ranch zu übernehmen; Mercedes McCambridge als Bicks Schwester und Geschäftsfrau; und Carroll Baker als Troublemaker-Tochter, die am liebsten mit dem Erzfeind ihres Vaters durchbrennen will. James Dean macht aus seiner Nebenrolle ein kleines Kunstwerk, in dem sich gleich mehrere ikonisch gewordene Aufnahmen finden: etwa wenn er auf der klapprigen Windmühle auf seinem eigenen Grund und Boden innehält, lässig die Beine im Cabriolet seines Arbeitgebers ausstreckt oder mit ölverschmiertem Gesicht seine ausgiebige Rache am Großgrundestablishment einläutet. Das epische Ausmaß dieser Familiensaga, bei dem sich die Zeitläufte mit ihren veränderten Moden und Mentalitäten im Lobbyinterieur des Benedict-Anwesens manifestieren, findet seine Entsprechung in den Bildern. Wie da zu Beginn die Benedict-Villa als einsame Insel inmitten einem Meer aus Staub in der Endlosigkeit des texanischen Südwestens steht, könnte kaum absurder sein; noch weniger hingegen die Vorstellung, wie sich Jahrzehnte später die Ölbohrtürme fast bis vor die Veranda vorgewagt haben, während die Viehherde zwischen den Tankwagen getrieben wird. Die notorische Fünfzigerjahre-Kolorierung treibt hier in den Haaren der künstlich gealterten Taylor und Hudson teils absurde Blüten und erinnert daran, wie viel besser, dramatischer und zeitloser „Giganten“ doch in Schwarz-Weiß gewirkt hätte. James Dean indes hat den Film, der am Ende seiner Unsterblichkeitstrilogie steht, nie gesehen.
Genre: Drama
Länge: 201 Min.
Regie: George Stevens
Cast: u.a.
alt. Titel: Giant
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Szene aus ‚Komm’ zurück, Jimmy Dean (1982)‘, Bildquelle: Komm’ zurück, Jimmy Dean (1982), MG Cable Productions, Viacom

Komm’ zurück, Jimmy Dean (1982)

Stimmungen: kathartisch, laut, turbulent

Robert Altman ist mit seiner Kamera, die Räume und die Menschen darin ausgiebig mit Zooms beobachtet, der große Voyeur des US-a […]

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Komm’ zurück, Jimmy Dean (1982)

Robert Altman ist mit seiner Kamera, die Räume und die Menschen darin ausgiebig mit Zooms beobachtet, der große Voyeur des US-amerikanischen Kinos – in „Komm’ zurück, Jimmy Dean“ gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen schaut er – und mit ihm natürlich das Publikum – einer Gruppe von James-Dean-Jüngern bei ihrer zwanzigsten Wiedersehensfeier zu; zum anderen betrachtet er ihren langsamen Seelenstriptease, bei dem die Frauen im Furor des Moments ihre belastendsten Geheimnisse preisgeben und sich gegenseitig in einer kollektiven Katharsis sezieren und erschüttern. Der ganze Film spielt in einem texanischen Kleinstadtladen mit Bar – ein Ur-Discounter –, den die Kamera nie verlässt, zu unterschiedlichen Zeiten, in die nahtlos mittels eines genialen Set- und Beleuchtungsarrangements gewechselt wird. Im Zentrum stehen eine Handvoll Frauen und ein Transsexueller, der in der texanischen Kleinstadt als Perverser diskriminiert und schließlich zusammengeschlagen wurde; im James-Dean-Jahr 1955 kommen sie im „5 & Dime“ zusammen, um den Hollywoodstar zu verehren, zwanzig Jahre später versammeln sie sich zu einer Reunion, in der sich die zerstörerische, vielleicht auch heilsame Macht der Vergangenheit offenbart. Wie als Parabel der gegenüber den Fünfzigern vielschichtig liberaler gewordenen Gesellschaft der Siebziger werden hier unterdrückte Wahrheiten ausgesprochen. „Komm’ zurück, Jimmy Dean“ ist – dank einer von Altmans größten Stärken – exzellent besetzt, u.a. mit Cher, Sandy Dennis und Kathy Bates. In diesem Kammerspiel ist es neben der stimmungsträchtigen Ladenkulisse mit einer Ecke voller James-Dean-Devotionalien natürlich das Figurenensemble, das den Film ausmacht. Da ist Mona, die einst als Komparsin beim Giant-Dreh in der Nähe ein bisschen Hollywoodluft schnuppern durfte, von den Set-Überbleibseln morbide Reata-Relikte sammelt und ihre ganze Identität darauf gründet, ein Kind mit James Dean zu haben; da ist Sissy, die ihren sozialen Status allein auf ihren üppigen Brüsten gegründet sieht; Juanita, die strenggläubige Inhaberin des Geschäfts, die ihren verstorbenen Mann im Himmel wähnt; oder Stella Mae, die mit ihrer aufgeregten Kleidung und ihrem Dauerlächeln allen ihre vermeintliche Glückseligkeit unter die Nase reiben will; und wer jemals gehört oder behauptet hat, Karen Black sei keine gute Schauspielerin, sollte sie hier als Joanne mit ihren Schmerz-, Verzweifelungs- und Erlösungsgrimassen sehen.
Genre: Drama
Länge: 110 Min.
Regie: Robert Altman
Cast: u.a. Sandy Dennis, Karen Black, Cher, Sudie Bond, Kathy Bates, Mark Patton, Marta Heflin
alt. Titel: Come Back to the 5 & Dime, Jimmy Dean, Jimmy Dean
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Szene aus ‚Fremde, wenn wir uns begegnen (1960)‘, Bildquelle: Fremde, wenn wir uns begegnen (1960), Bryna-Quine Productions, Columbia Pictures

Fremde, wenn wir uns begegnen (1960)

Dass sich hinter der Fassade vorstädtischer Familienidylle in den Fünfzigern auch Ehe-, Lebens- und Identitätskrisen der US-amerikanischen […]

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Fremde, wenn wir uns begegnen (1960)

Dass sich hinter der Fassade vorstädtischer Familienidylle in den Fünfzigern auch Ehe-, Lebens- und Identitätskrisen der US-amerikanischen Mittelschicht verbergen, zeigten nicht erst die „Mad Men“ (2007–15). Ein halbes Jahrhundert zuvor werden in „Fremde, wenn wir uns begegnen“ Seitensprünge, Vernachlässigung und Ehezankereien mit modernen Küchen, großen Autos und Fernsehern verschleiert – und man sieht, wie erstaunlich offen Hollywood in manchem Mainstream-Werk mit dem Thema Sex umging. In dem Film plant Kirk Douglas als Architekt Larry Coe für den Schriftsteller Roger Altar ein phänomenales Haus in den (damals noch weitgehend unbebauten) Hügeln von Bel Air. Coe beginnt eine Affäre mit seiner Nachbarin Maggie Gault – gespielt von Kim Novak, die Douglas verdächtigte, als damalige Liebhaberin des Regisseurs Richard Quine für einen anderen Ausgang des Films gesorgt zu haben. Und Walter Matthau spielt den fiesesten Kerl des Films, der zugleich den größten Durchblick hat – „Sure, sure, we’re all happily married with two kids. What’s that got to do with your blonde?“ In „Fremde, wenn wir uns begegnen“ durchströmt das sonnige Leben im Los Angeles am Ende der 1950er Jahre eine tragische Schwermut, die all den komfortablen Materialismus einer bequemen Massenkonsumgesellschaft seiner faktischen Wertlosigkeit überführt. Einen Blick lohn der Film aber nicht, da er die heute unbezahlbaren Bel-Air-Hügel in einem noch nahezu unberührten Stadium zeigt – allein das im Film erstmals bebaute Grundstück ist inzwischen einige Millionen wert.
Genre: Drama
Länge: 113 Min.
Regie: Richard Quine
Cast: u.a. Kirk Douglas, Kim Novak, Barbara Rush, Walter Matthau, Ernie Kovacs, Virginia Bruce, Ken Smith, John Bryant, Nancy Kovack
alt. Titel: Strangers When We Meet
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Szene aus ‚Die Schlangengrube (1948)‘, Bildquelle: Die Schlangengrube (1948), Twentieth Century-Fox

Die Schlangengrube (1948)

Stimmungen: psychotisch, trist

Wenn die Kamera langsam durch das kakophonische Getümmel psychisch kranker Frauen fährt, dann ist man längst drin in der titelgebenden Schlangengrube – die unheilvolle Fülle […]

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Die Schlangengrube (1948)

Wenn die Kamera langsam durch das kakophonische Getümmel psychisch kranker Frauen fährt, dann ist man längst drin in der titelgebenden Schlangengrube – die unheilvolle Fülle seelischer Zerrüttung, zusammengepfercht in der hoffnungslos überfüllten Klinik, deren Personal derart überlastet ist, dass manche Krankenpflegerin bald selbst zu den Patientinnen gehört. Bei „Die Schlangengrube“ zeigte sich, dass Hollywood in seltenen Momenten auch von seinem kommerziellen Schablonendenken abrücken und wagemutige Konzepte angehen konnte. Als keiner Anatole Litvaks Projekt finanzieren wollte, da war Darryl F. Zanuck, der schon damals legendäre Produktionschef von Twentieth Century-Fox der Einzige, der sich auf das trist-pessimistische Szenario einer „Irrenanstalt“ einließ. Und Olivia de Havilland. Sie hungerte sich für die Rolle mager, schaute sich Psychiatrien an und ließ sich – für einen Hollywoodstar ihrer Statur damals nahezu undenkbar – ohne Make-up und akkurate Frisur ablichten. Und Zanucks Gespür hatte ihn nicht getrogen: „Die Schlangengrube“ gelang das Kunststück, nicht nur ordentlich Geld einzuspielen, sondern auch die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf die Missstände in den US-amerikanischen Seelenkliniken zu lenken. In dieser Kinoepoche führten Werke wie „Die Schlangengrube“ oder kurz zuvor Hitchcocks „Spellbound“ (1945) den Psychiater als Filmfigur ein. Und dass ein Entertainmentprodukt von solch verstörender, beklemmender Grundstimmung ein solcher Erfolg werden konnte, zeigt die Offenheit einer Nachkriegsgesellschaft für dieses Thema. Die Schlangengrube“ ist nicht nur ein extrem gut gespielter Film über Psychosen und die Bedeutsamkeit, sie als Krankheit anzuerkennen, sondern auch eine publikumswirksame Kritik am Gesundheitssystem der USA, in deren Folge rund die Hälfte der Vereinigten Staaten politische Reformen anstießen.
Genre: Drama
Länge: 108 Min.
Regie: Anatole Litvak
Cast: u.a. Olivia de Havilland, Leo Genn, Mark Stevens, Celeste Holm, Helen Craig, Ruth Donnelly, Glenn Langan, Leif Erickson, Beulah Bondi, Lee Patrick, Betsy Blair, Howard Freeman, Natalie Schafer, Katherine Locke, Minna Gombell, Frank Conroy, Esther Somers, Grayce Hampton, Queenie Smith , Jimmie Horan
alt. Titel: The Snake Pit
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Szene aus ‚Rabid (1977)‘, Bildquelle: Rabid (1977), Dibar Syndicate, Somerville House Securities Canada

Rabid (1977)

Stimmungen: blutig, brutal, spannend

Ein schlimmer Motorradunfall auf der Landstraße irgendwo in Kanada, ein Krankenhaus für Schönheitschirurgie direkt am Unfallort, die schwer verl […]

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Rabid (1977)

Ein schlimmer Motorradunfall auf der Landstraße irgendwo in Kanada, ein Krankenhaus für Schönheitschirurgie direkt am Unfallort, die schwer verletzte junge Frau mit reichlich Glück gerettet. Aber die Bewahrung der Einzelnen ist in „Rabid“ zugleich der Tod der vielen. Durch eine von den Ärzten unbemerkte Mutation muss Rose ihren plötzlichen Blutdurst stillen und infiziert dabei ihre Opfer, die zu tollwütigen Bestien degenerieren. In seinem zweiten größeren Film nach „Shivers“ (1975) tauchen bereits wesentliche Cronenberg-Motive auf: die potenzielle Düsternis einer abgelegenen Privatklinik oder obszöne Mutationen. „Rabid“ ist kein Splatterkino, sondern zeigt auch eine Großstadtgesellschaft, die unversehens mit einer Pandemie konfrontiert wird und deren Institutionen verzweifelt versuchen, mit improvisierten Vorsichts- und Gegenmaßnahmen das tödliche Virus einzudämmen. Dieses unheilvolle Szenario, in dem Desinfektionseinheiten durch die Stadt patrouillieren und Einkaufszentren mit Maschinenpistolen bewacht werden, verdichtet sich zu einer morbiden Surrealität, die gerade im Kontext der Corona-Krise einen schaurigen Touch erhält.
Genre: Horror-Thriller
Länge: 91 Min.
Regie: David Cronenberg
Cast: u.a. Marilyn Chambers, Frank Moore, Howard Ryshpan, Joe Silver, Patricia Gage, Terry Schonblum, Victor Désy, Susan Roman, Roger Periard, Lynne Deragon, Julie Anna, Robert O’Ree, Grant Lowe, Terence G. Ross, Miguel Fernandes, Gary McKeehan
alt. Titel: Rabid – Der brüllende Tod
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Szene aus ‚Poor Cow (1967)‘, Bildquelle: Poor Cow (1967), Studiocanal

Poor Cow (1967)

Stimmungen: britisch, englisch, proletarisch

Joy schlägt sich als alleinerziehende Mutter durch, weil ihre Männer immer wieder im Knast landen. […]

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Poor Cow (1967)

Joy schlägt sich als alleinerziehende Mutter durch, weil ihre Männer immer wieder im Knast landen. Ken Loachs (erster) Film ist eine lebensnahe Exkursion in die untere englische Arbeiterklasse in den späten Sechzigern, eine Reise durch proletarische Mietskasernen, desolate Appartements und in die Pubs als Refugien der einfachen Leute – fast wie ein Dokumentarfilm und eine kostbare Momentaufnahme der britischen Gesellschaft.
Genre: Drama
Länge: 97 Min.
Regie: Ken Loach
Cast: u.a. Carol White, Terence Stamp, Stevie King, Simon King, Queenie Watts, John Bindon, Kate Williams, Gerald Young
alt. Titel: Geküßt und geschlagen
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